Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73789.html    Veröffentlicht: 12.03.2010 08:18    Kurz-URL: https://glm.io/73789

Google Reader Play - Fotos und Videos für den Fernseher

Vollbildansicht von Fotos, Videos und Texten

Das Google-Reader-Team hat mit der experimentellen Webanwendung Reader Play eine Lösung entwickelt, mit der multimediale Inhalte und Texte für den Fernseher aufbereitet werden. Dabei wird jeweils nur ein Element in Vollbildansicht gezeigt.

Der Nutzer blättert bei Google Reader Play seitenweise durch die Inhalte. Zwischen den einzelnen Elementen im Google Reader Play schaltet der Anwender mit den Pfeiltasten hin und her. Ein kleiner Filmstreifen erlaubt das schnelle Vorspulen. Mit einem Klick auf den Titel schaltet der Anwender zwischen der Einzelansicht und dem kompletten Beitrag um. Bilder und die Videos werden von Google Reader Play stets auf die volle Bildschirmseite aufgezogen, was bei schlecht aufgelösten Inhalten zu unschönen Treppeneffekten führt.

Google Reader Play besitzt einen "Like"-Button, mit dem Inhalte markiert werden können, die dem Anwender gefallen. Der dahinterstehende Algorithmus sucht dann passende Zusatzinhalte automatisch aus. Kategorien wie Unterhaltung, Sport, Technik und ähnliche sind ebenfalls vorhanden. Damit kann die Interessenslage exakter spezifiziert werden als mit den Like-Markierungen.

Google Reader Play erfordert im Gegensatz zum normalen Reader keine Einstellungen - nicht einmal ein Google-Konto ist erforderlich -, außer der Anwender will Einträge markieren oder anderen mitteilen.

Google wählt die angezeigten Inhalte standardmäßig selbst aus. Dabei wird die Funktion "Recommended Items" wie im Reader verwendet. Loggt sich der Anwender mit seinem Google-Konto ein, werden die angegebenen Interessen zwischen beiden Anwendungen synchron gehalten. Um auf die eigenen RSS-Feeds zuzugreifen, muss der Anwender sie erst im herkömmlichen Google Reader jeweils in den Abonnements mit der Option "Open in Play" öffnen. Das ist nur für jeden Feed einzeln möglich und funktioniert bislang ausschließlich in der englischen Sprachversion, auf die in den Einstellungen umgeschaltet werden kann.

Google Reader Play ist nur ein Experiment und soll den normalen Google Reader nach Angaben der Entwickler nicht ersetzen. Die Play-Version stellt lediglich eine vereinfachte Form des Readers dar, die zum Beispiel auch mit einer Fernbedienung am Fernseher kontrolliert werden könnte.  (ad)


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