Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73738.html    Veröffentlicht: 10.03.2010 11:44    Kurz-URL: https://glm.io/73738

Autodesk: Neue Versionen von 3ds MAX, Softimage und Maya

2011er Versionen bringen neue Funktionen mit

Autodesk legt seine 3D-Software neu auf und präsentiert 3ds MAX, Softimage und Maya in neuen Versionen. Die 2011er Ausgaben sollen Arbeitsabläufe beschleunigen, Interoperabilität verbessern und die Produktivität optimieren.

Nach der grundlegenden Neugestaltung von Maya 2010 im Sommer 2009 wartet Maya 2011 mit einigen nennenswerten neuen Funktionen auf. Dazu gehören eine verstärkt anpassbare Benutzeroberfläche, erweiterte Werkzeuge zur Charakteranimation einschließlich nichtdestruktivem Live-Retargeting, eine Hochleistungsanzeige umfangreicher Szenen im Viewport, neue redaktionelle 3D-Funktionen für eine Vorabvisualisierung sowie virtuelle Produktionsworkflows, integriertes Farbmanagement, Asset-Strukturen für Pipeline-Konnektivität und ein optimiertes Rotoscoping. Darüber hinaus ist Maya 2011 jetzt auch für Mac OS X 10.6 alias Snow Leopard verfügbar.

3ds Max 2011 wartet mit einem neuen knotenbasierten Materialeditor auf, laut Autodesk die von 3ds-Max-Anwendern am häufigsten gewünschte Funktion. Zusätzlich beinhaltet das neue Release einen Hardware-Renderer, der Ergebnisse, die nah an Produktionsqualität herankommen, zehn Mal schneller liefern soll als herkömmliche Renderingverfahren mit gewöhnlichen Grafikkarten. Die Software umfasst ein integriertes HDR-Compositing-System, das auf Autodesks Toxik beruht. Auch gibt es erweiterte Werkzeuge und Workflows zur Erstellung und Texturierung von Modellen, zur Animierung von Charakteren und zur interaktiven Anzeige qualitativ hochwertiger Bilder.

Softimage 2011 mit neuen Rendering- und Animationswerkzeugen

Softimage 2011 führt neue Rendering- und Animationswerkzeuge ein, die Künstlern dabei helfen sollen, komplexere, hochwertigere Charaktere und Effekte in kürzerer Zeit zu erstellen. Die Software bietet eine neue, erweiterte Schattierungsarchitektur und Bearbeitungsumgebung, unterstützt ein Rigging-Paradigma samt Kinematik sowie automatisierte Lippensynchronisation innerhalb des Face-Robot-Toolsets für Gesichtsanimation.

Ebenfalls neu ist Mudbox 2011, das helfen soll, Modelle umzugestalten und in Pose zu bringen. Es verfügt auch über einen neu entworfenen Bildkorrekturpinsel und Mischmodi für Farbebenen, Extrahierung von Verschiebungsvektorkarten, eine Möglichkeit zur Erstellung hochwertigerer Turntables und einen verbesserten Dateiaustausch mit Maya und Adobe Photoshop.

Der Motionbuilder 2011 soll sich leichter in Produktionspipelines integrieren lassen und wartet dazu mit einer deutlich verbesserten Interoperabilität mit Maya 2011 und 3ds Max 2011 auf. Skinning und Blendshape-Deformationen werden von Motionbuilder nun in der GPU berechnet.

Für einen Datenaustausch mit höherer Detailtreue zwischen Autodesk-Software und bestimmten Drittanwendungen soll FBX 2011 sorgen. Das offene Format bietet neue Unterstützung für zusätzliche Drittanwendungen sowie für proprietäre Applikationen. Darüber hinaus können Spieleentwickler, die die Unreal Engine 3 von Epic Games verwenden, FBX-Dateien direkt in den Unreal Editor importieren.

Autodesk bietet seine Produkte im Rahmen der Entertainment Creation Suites 2011 an. Die Pakete ermöglichen eine Wahl zwischen Maya 2011 oder 3ds Max 2011 und umfassen die Echtzeit-Charakteranimationssoftware Motionbuilder 2011 sowie Mudbox 2011 zur digitalen Gestaltung und für 3D-Zeichnungen.  (ji)


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