Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73718.html    Veröffentlicht: 10.03.2010 09:49    Kurz-URL: https://glm.io/73718

Hanvon: E-Book-Reader mit Handschrifterkennung

E-Book-Reader mit elektromagnetischem Stift und Handschrifterkennung

Das chinesische Unternehmen Hanvon hat in Hannover E-Book-Reader gezeigt, die nicht nur als Lesegerät dienen. Dank eines elektromagnetischen Touchscreens und eines Handschrifterkennungssystems können sie auch als Notizblock etwa an der Universität genutzt werden.

Hanvon hat auf der Cebit 2010 neue E-Book-Reader vorgestellt. Drei neue Geräte will der chinesische Hersteller im Laufe des Jahres hierzulande auf den Markt bringen. Das Besondere an den Geräten ist, dass der Nutzer darauf nicht nur digitale Bücher lesen, sondern sie auch als Notizblock nutzen kann.

6 Zoll und 8 Zoll

Die Wisereader N618 und N638 werden jeweils einen 6 Zoll (etwa 15 cm) großen Bildschirm haben, der eine Auflösung von 600 x 800 Pixeln hat. Der Bildschirm des N800 ist 8 Zoll (etwa 20 cm) groß bei einer Auflösung von 768 x 1.024 Pixeln. Die Displays basieren auf der E-Ink-Vizplex-Technik und stellen 16 Graustufen dar.

Auf den E-Book-Readern können Leser Texte in den Formaten txt, html, pdf und ePub sowie verschiedene Office-Formate lesen. Hinzu kommen verschiedene Bild- (jpg, gif, tif, bmp) und Audioformate (mp3, wma, N800 und N618 zusätzlich noch wav). Die Inhalte können per USB 2.0 vom Computer geladen werden oder drahtlos per WLAN. N638 verfügt zusätzlich noch über eine 3G-Mobilfunkanbindung.

Bedienung per Stift

Alle drei Geräte verfügen zur Bedienung über einige Tasten, die sich beim N618 rechts neben dem Bildschirm, beim N638 und N800 darunter befinden. Hauptsächlich werden die Geräte jedoch über einen Touchscreen mit einem Stift bedient. Diese von Hanvon entwickelte Technik nutzt auch Samsung in seinen E-Book-Readern.

Vorteil dieser Technik sei, dass auf dem E-Ink-Display keine Beschichtung für die Berührungsteuerung sein müsse, erklärte Deqing Yao, Geschäftsführer von Hanvon Deutschland, im Gespräch mit Golem.de. Dadurch spiegele der Bildschirm weniger als bei Geräten, die mit dem Finger bedient werden.

E-Book-Reader wird zum Notizblock

Weiterer Vorteil: Der Nutzer kann auch mit dem Handballen das Display berühren, ohne dass etwas passiert. Deshalb können die E-Book-Reader auch gut als Notizblock genutzt werden. Dabei kommt dem Nutzer ein recht gut arbeitendes System zur Handschrifterkennung zum Einsatz, das die Schreibschrift in Druckbuchstaben und damit in eine Textdatei verwandelt.

Hanvon ist seit etwa einem halben Jahr mit einem E-Book-Reader auf dem Markt vertreten, der von der Verlagsgruppe Langenscheidt unter der Bezeichnung Hexaglot N518 vertrieben wird. Neben den E-Book-Readern hat Hanvon auf der Cebit auch mehrere Tablet-PCs gezeigt, mit denen das Unternehmen Apples iPad Konkurrenz machen will.  (wp)


Verwandte Artikel:
Ausprobiert: DR-900, der E-Book-Reader von Asus   
(03.03.2010, https://glm.io/73552 )
Story Book InColor - der E-Book-Reader für den Nachwuchs   
(23.02.2010, https://glm.io/73312 )
Wie geht es weiter mit dem Kindle?   
(09.02.2010, https://glm.io/72985 )
Samsung: E-Book-Reader mit besonderem Stift   
(03.02.2010, https://glm.io/72855 )
E-Book-Reader: Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar   
(05.03.2018, https://glm.io/133134 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/