Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1003/73471.html    Veröffentlicht: 01.03.2010 12:09    Kurz-URL: https://glm.io/73471

Nachfrageschwäche bei Downloadfilmen wegen DRM

2009 fiel das Wachstum niedriger aus als erwartet

Im letzten Jahr ist der Markt für Filmdownloads nicht so stark gewachsen wie die Medienmarktforscher von Screen Digest prognostiziert hatten. Schuld seien die vielfältigen DRM-Beschränkungen, die den Kunden den Spaß am Onlinekauf nehmen.

Die Nachfrage für kostenpflichtige Filmdownloads hat sich 2009 schwächer entwickelt als erwartet. Wie das Medienmarktforschungsunternehmen Screen Digest berichtet, betrug der Umsatz in den USA nur 291 Millionen US-Dollar. Die Prognosen bei Screen Digests lagen dagegen bei 360 Millionen US-Dollar. In der zweiten Jahreshälfte habe sich die Nachfrage verlangsamt. 2007 hatte sich der Markt noch sehr stark entwickelt. 2008 konnten sich die Umsätze mit 219 Millionen US-Dollar sogar fast verdoppeln.

"Der Markt hat sich einfach abgekühlt", sagte Arash Amel, Forschungsdirektor bei Screen Digest, der britischen Financial Times. "Das wurde nicht von ökonomischen Faktoren ausgelöst. Es gibt einfach kein großes Interesse an digitalen Downloads." Schuld seien die vielfältigen Restriktionen durch Digital Rights Management auf den unterschiedlichen Plattformen. "Der Markt ist durch seine Beschränkungen gekennzeichnet", so Amel. Alles drehe sich darum, was die Zuschauer nicht tun können, statt darum, welche Möglichkeiten die Anbieter ihnen geben.

Screen Digest hat seine Wachstumsprognosen für digitalen Filmumsatz im laufenden Jahr 2010 um 30 Prozent gekürzt.

Apple meldete im Januar 2010, dass über den App Store 3 Milliarden Apps heruntergeladen wurden. Im iTunes Store verkaufte Apple vor kurzem den zehnmilliardsten Song. Bei Kinofilmen und Fernsehserien ist das Unternehmen dagegen eher zurückhaltend mit den Erfolgsmeldungen. So wurde im März 2009 der Absatz von 250 Millionen TV-Serien und der Verleih oder Verkauf von 33 Millionen Kinofilmen gemeldet.  (asa)


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