Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1002/72831.html    Veröffentlicht: 02.02.2010 16:50    Kurz-URL: https://glm.io/72831

Handymarkt 2009: LG und Samsung sind die Sieger

Nokia führt Weltrangliste im Handymarkt weiterhin an

LG und Samsung konnten im vergangenen Jahr ihre Anteile im Handyweltmarkt deutlich erhöhen. Dagegen verzeichneten Sony Ericsson und Motorola empfindliche Einbußen, bei Nokia gab es nur leichte Rückgänge. Der Gesamtmarkt schrumpfte leicht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Die Marktführerschaft konnte Nokia auch 2009 verteidigen, musste aber einen Rückgang in den Absatzzahlen von 7,8 Prozent verzeichnen. Insgesamt verkauften die Finnen im zurückliegenden Jahr nach Erhebungen von IDC 431,8 Millionen Mobiltelefone auf dem Weltmarkt. Das reichte für einen Marktanteil von 38,3 Prozent. Im Vorjahr lag der Marktanteil noch bei 39,4 Prozent und 468,4 Millionen Geräten.

Samsung konnte den angestammten zweiten Platz behalten und Nokias Vorsprung verringern. Von 16,5 Prozent stieg Samsungs Marktanteil auf 20,1 Prozent bei 227,2 Millionen verkauften Handys. Damit wuchs Samsungs Marktanteil um 15,6 Prozent. Noch etwas mehr Zugewinn gab es für LG, den Drittplatzierten. Um 17 Prozent konnte das Unternehmen zulegen und kam im vergangenen Jahr mit 117,9 Millionen verkauften Geräten auf einen Marktanteil von 10,5 Prozent. Noch vor einem Jahr hatte der Marktanteil bei 8,5 Prozent gelegen.

Starke Einbrüche bei Sony Ericsson und Motorola

Deutlich schlechter sieht die Lage für Sony Ericsson und Motorola aus, die beide erhebliche Rückgänge bei den Marktanteilen aufweisen. Sony Ericsson liegt laut IDC knapp vor Motorola auf dem vierten Rang. Das verdankt das Joint-Venture 57,1 Millionen verkauften Mobiltelefonen, die einen Marktanteil von 5,1 Prozent einbrachten. Ein Jahr zuvor lag Sony Ericssons Marktanteil noch bei 8,1 Prozent, er ging also um 40,9 Prozent zurück.

Noch dramatischer sieht es bei Motorola aus, das sich mittlerweile bei Neuentwicklungen nur noch auf Smartphones konzentriert und damit wohl langfristig aus der Top 5 im Handymarkt verschwinden wird. Von einem Marktanteil von 8,4 Prozent im Jahr 2008 sackte Motorola auf 4,9 Prozent ab (55,2 Millionen Geräte) und muss sich mit dem fünften Platz auf dem Handyweltmarkt zufriedengeben.

Prognosen stimmten nicht

Im Gesamtjahr 2009 wurden auf dem Weltmarkt 1,127 Milliarden Mobiltelefone verkauft. Das ist ein Rückgang um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit haben sich die Prognosen von IDC und auch von Nokia nicht bewahrheitet. Während IDC einen einen Rückgang von 8,3 Prozent im Gesamtmarkt erwartet hatte, lag der erwartete Rückgang bei Nokia sogar bei 10 Prozent.

Viertes Quartal 2009 bring wieder Zuwächse

Grund dafür könnte sein, dass es im vierten Quartal 2009 schon wieder Zuwächse bei den Verkaufszahlen gab. Insgesamt legte der Markt um 11,3 Prozent zu und kam auf 325,3 Millionen verkaufte Mobiltelefone. Ein Jahr zuvor waren es 292,4 Millionen Geräte. Auch im vierten Quartal 2009 konnten vor allem Samsung und LG deutlich hinzugewinnen, auch bei Nokia gab es Wachstum. Nur Sony Ericsson und Motorola verkauften deutlich weniger Mobiltelefone als noch vor einem Jahr.

Nokia steigerte die Absatzzahlen um 12,2 Prozent und kam im vierten Quartal 2009 auf 126,9 Millionen verkaufte Geräte und einem Marktanteil von 39 Prozent. Es hat damit weiterhin die unangefochtene Marktführerschaft inne. Samsung steigerte sich mit 68,8 Millionen Handys von 18,1 Prozent auf 21,1 Prozent und konnte damit als Zweitplatzierter ein Wachstum von 30,3 Prozent erzielen.

LG legte sogar um 31,9 Prozent zu und schaffte mit 33,9 Millionen Geräten einen Marktanteil von 10,4 Prozent. Das reichte locker für den dritten Rang im vierten Quartal 2009. Sony Ericsson sackte bei den Verkaufszahlen um 39,5 Prozent ein, was noch für einen Marktanteil von 4,5 Prozent bei 14,6 Millionen Handys reichte. Auch bei Motorola gehen die Marktanteile weiter nach unten, so dass der fünfte Platz noch den US-Amerikanern gehört. Im vierten Quartal 2009 lag Motorolas Marktanteil bei 3,7 Prozent mit 12 Millionen Geräten, was einem Rückgang von 37,5 Prozent entspricht.  (ip)


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