Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1002/72803.html    Veröffentlicht: 02.02.2010 08:55    Kurz-URL: https://glm.io/72803

Geosetter 3.3.0 speichert nachträglich Blickrichtung im Foto

Richtungsinformationen werden auf der Karte eingeblendet

Die meisten Digitalkameras beherrschen bisher kein GPS-Geotagging für Fotos. Mit der kostenlosen Windows-Software Geosetter kann Bildern trotzdem ihr Aufnahmestandort auf der Karte zugewiesen werden. In der neuen Version 3.3.0 kann auch die Aufnahmerichtung gespeichert werden.

Geosetter kann die Zuweisung der Aufnahme-Koordinaten über Geodaten aus Hardware-GPS-Loggern automatisch vornehmen. Fehlen solche Daten, kann der Anwender in Handarbeit das Fähnchen auf der eingeblendeten Google-Maps-Karte einstecken.

GPS-Daten enthalten normalerweise nur die Koordinaten, den Aufnahmezeitpunkt und die Höhe, aber keine Blickrichtung. Doch häufig nutzt selbst der genaue Aufnahmeort nicht, ein Motiv vernünftig zu verorten. Nicht immer ist klar, in welche Richtung das Foto aufgenommen wurde. Das kann mit Hilfe eines integrierten elektronischen Kompass nachgeholt werden, doch der fehlt den meisten GPS-Loggern und Kameras mit GPS noch. Mit der neuen Geosetterversion lässt sich die Richtungangabe von Hand eingeben.

Da in den GPS-Daten die exakte Uhrzeit enthalten ist und auch die Kamera die Uhrzeit in den Bildern vermerkt, kann Geosetter am PC später die beiden Datenbestände zusammenführen und bestimmen, wo das Foto aufgenommen wurde. Zur Not können in Geosetter die Zeitstempel der Fotos geändert werden, wenn die Uhr falsch ging.

Die weiteren Änderungen in Version 3.3.0 umfassen Filter, die Fotos mit bestimmten Kriterien ein- und ausblenden können und eine Gesichtsidentifizierung über Google Picasa und Windows Live Photo Gallery. Außerdem lassen sich Wegpunktnamen in GPS-Tracks mit Namen versehen, um sie übersichtlicher zu machen.

Das Programm verarbeitet neben jpegs und tiffs das Rohdaten-Format dng sowie crw, cr2 und thm (Canon), nef und nrw (Nikon), mrw (Konica Minolta), pef (Pentax), orf (Olympus), arw, sr2 und srf (Sony) sowie raf (Fujifilm), rw2 und raw (Panasonic), rwl (Leica). Zum Schreiben von Daten in die Exif-Felder verwendet Geosetter das Exiftool von Phil Harvey.

Die Windows-Software arbeitet mit einer deutschsprachigen Programmoberfläche. Geosetter 3.3.0 ist kostenlos und kann ab sofort heruntergeladen werden.  (ad)


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