Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1001/72720.html    Veröffentlicht: 28.01.2010 13:29    Kurz-URL: https://glm.io/72720

Nokia: Wir verkaufen wieder mehr Smartphones (Update)

Weltmarktführer kann den Gewinn um 65 Prozent steigern

Nokia konnte seinen Marktanteil bei Smartphones trotz gewachsenem Konkurrenzdruck steigern. Der Handyhersteller erhöhte den Gewinn um 65 Prozent auf 948 Millionen Euro.

Nokia hat im Weihnachtsgeschäft 2009 mehr Smartphones verkaufen können. "Wir steigerten unseren Marktanteil bei Smartphones im vierten Quartal. Erreicht haben wir das durch den erfolgreichen Start von neuen Touch- und QWERTY-Modellen", erklärte Konzernchef Olli-Pekka Kallasvuo.

Nokia hat im vierten Quartal 2009 den Gewinn um 65 Prozent auf 948 Millionen Euro (26 Cent pro Aktie) erhöhen können. Das gab das Unternehmen am 28. Januar 2010 bekannt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Gewinn noch bei 576 Millionen Euro (15 Cent pro Aktie). Die Analysten lagen mit ihren Prognosen zu niedrig und hatten aktuell 620 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz sank um 5,3 Prozent auf 12 Milliarden Euro.

Weltmarktanteil erhöht

Die Zahl der verkauften Nokia-Mobiltelefone stieg um 12 Prozent auf 127 Millionen, erklärte der Konzern weiter. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 63 Euro. Der Weltmarktanteil stieg von 37 Prozent auf 39 Prozent. Nokia bekräftigte seine Prognosen für das Jahr 2010, nachdem der Volumenanteil am Handymarkt gehalten werde. Der Markt soll 2010 um 10 Prozent wachsen.

Konkurrent Sony Ericsson hatte zuletzt zum sechsten Mal in Folge in einem Quartal einen Verlust erwirtschaftet. Der Verlust lag bei 167 Millionen Euro. Der Rückgang sei der Nachfrageschwäche auf dem Weltmarkt und einer unerwartet schnellen Verschiebung hin zum Touchscreen für Endgeräte im mittleren Preissegment geschuldet. Apple lieferte im letzten Quartal 8,7 Millionen iPhones aus, ein Anstieg um 100 Prozent. Der Gewinn stieg um fast 50 Prozent auf 3,38 Milliarden US-Dollar.

Nachtrag vom 28. Januar 2010, 15:29 Uhr:

Der Umsatz bei dem Mobilfunkausrüster Nokia Siemens Networks fiel um 16 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Siemens erzielte aber einen operativen Gewinn von 17 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag der Verlust wegen Restrukturierungen noch bei 179 Millionen Euro.  (asa)


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