Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1001/72604.html    Veröffentlicht: 23.01.2010 16:00    Kurz-URL: https://glm.io/72604

Golem.de guckt: Helden, Ego-Shooter und Snuffvideos

Eine Übersicht über die TV-Woche vom 25. bis 31. Januar 2010

Golem.de guckt warnt: Vorsichtig sein beim Zappen! Diese Woche wurde bereits die erste Karnevalssitzung gesichtet und zum kommenden Wochenende geht es dann richtig los.

Dokumentationen

Pünktlich zum zweiten Frühstück konfrontiert Arte die Zuschauer mit Essen im 21. Jahrhundert. Angefangen bei der Züchtung ertragreicher Fleischlieferanten über Verbesserungen im Getreideanbau per Satellitentechnik bis hin zur Vorstellung von Aquakulturen auf Basis eines Fisch-Tomaten-Kreislaufs. Ein Lied der The Inchtabokatables würde als Soundtrack dazu passen.
(Arte, 25.01.2010, 9:15 Uhr)

Vor drei Wochen präsentierte die EU ein Projekt zur großflächigen Vernetzung der alternativen Quellen zur Energiegewinnung der Nordsee-Anrainerstaaten. Über unterseeische Kabel muss dabei der Strom über weite Entfernungen transportiert werden. Die Dokumentation Das Stromnetz von morgen begleitet den Aufbau eines maritimen Stromumspanners und erklärt dabei die Technik, die für das Projekt notwendig ist.
(3Sat, 25.01.2010, 21:30 Uhr)

Für unsere Helden im Forum liefert Arte das passende philosophische Gespräch am Sonntag. Michael Pfister unterhält sich mit dem Philosophen Josef Früchtl. In dessen Buch Heldengeschichte der Moderne beschreibt Früchtl, wie der Westernfilm und seine Figuren die Grundlage für das moderne Heldenbild liefern - und somit auch die Vorlage für aktuelle Filmhelden und Computerspielcharaktere.
(3Sat, 31.01.2010, 9:15 Uhr)

Magazine

Neues hilft, wenigstens für eine halbe Stunde zu vergessen, dass Computerkunst zumeist mit Photoshop gleichgesetzt wird. Am Sonntag wird gezeigt, wie Bill Viola eine moderne Ego-Shooter-Engine nutzt, um ein visuelles Kunstwerk und andere aktuelle computergestützte Kunstprojekte zu inszenieren.
(3Sat, 31.01.2010, 16:30 Uhr)

Das c't-Magazin scheint nächste Woche nur aus Schnurer hilft! und dem Computer ABC zu bestehen.
(HR, 30.01.2010, 12:30 Uhr)

Film

Das ZDF verfilmt Ken Follett. Eisfieber handelt vom Diebstahl eines tödlichen Virus aus einem Forschungslabor. Im Gegensatz zu John Grisham und Tom Clancy wurde Follett eher stiefmütterlich von der Filmindustrie behandelt, bisherige Verfilmungen seiner Romane waren mittelmäßige TV-Produktionen. So gesehen kann das ZDF nicht viel falsch machen. Andererseits scheint das ZDF es ernst zu meinen und dem amerikanischen Trend zu folgen, reine TV-Produktionen auf Kino-Niveau anzusiedeln. Wenn das Experiment klappt, will das ZDF weitere Ken-Follett-Verfilmungen nachschieben.
(1. Teil: ZDF, 25.01.2010, 20:15 Uhr / 2. Teil: ZDF, 27.01.2010, 20:15 Uhr)

Mord im Netz ist ein Krimi, der so ziemlich alle schlechten Klischees zum Thema Internet nutzt, um einen Thriller in Szene zu setzen: Sozial isolierter Computerspezialist sieht ein Live-Snuffvideo, in dem eine Internetbekanntschaft stirbt, informiert die Polizei, wird verlacht. Aber dann macht er sich mit einer Internetermittlerin und einem Hacker auf die Suche nach dem Mörder. Fehlt nur noch was mit Kinderpornografie. Es empfiehlt sich, den Film unter dem Aspekt anzusehen, was sich Drehbuchschreiber und Ausstatter unter dem Internet so vorstellen, wie es funktioniert und was Hackertools alles können.
(3Sat, 30.01.2010, 3:15 Uhr)

Passend zum Kinostart von Gamer und Surrogates in diesen Tagen gibt es Sonntagnacht einen Blick auf einen Vorläufer: Replicant. Jean-Claude Van Damme spielt einen Serienkiller, der nicht zu schnappen ist. Also wird kurzerhand aus DNS von ihm ein Klon geschaffen, der fähig ist, sich in seine Gedanken einzufühlen. Der Name des Hauptdarstellers verrät, dass Gedankengänge in dem Film eher weniger eine Rolle spielen.
(Pro7. 31.01.2010, 0:35 Uhr).

Alle Termine sind als ics-Datei verfügbar: https://www.golem.de/guckt/GoGu_20100125.ics
 (am)


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