Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1001/72491.html    Veröffentlicht: 19.01.2010 11:41    Kurz-URL: https://glm.io/72491

Layers soll Firefox beschleunigen

Auch Nutzer von Linux und Mac OS X sollen von Hardwarebeschleunigung profitieren

Einige Mozilla-Entwickler arbeiten derzeit an einer Layers-Implementierung für Firefox, um die Möglichkeiten von hardwarebeschleunigtem Rendering besser zu nutzen. Die Geschwindigkeit von Firefox soll so weiter gesteigert werden.

Mit Layers entsteht derzeit ein neues API für Firefox, mit dem verschiedene Aspekte des Renderns einer Website in Hardware beschleunigt werden sollen. Die Arbeiten ergänzen eine Umstellung von Firefox auf Direct2D unter Windows, was ebenfalls zu einer beschleunigten Darstellung führen soll. Einen ähnlichen Weg hat Microsoft für den Internet Explorer 9 angekündigt.

Während Direct2D alle Aspekte des Renderns einer Webseite beschleunigt - einschließlich Schriften und Pfaden -, steht bei Layers die Beschleunigung beim Übereinanderblenden von Oberflächen im Vordergrund. Dies kann über verschiedene Cairo-Oberflächen geschehen, auch mittels Direct2D.

Während Direct2D nur unter aktuellen Windows-Versionen verfügbar ist, soll das Layers-System von Firefox neben Direct3D auch OpenGL unterstützen. Dadurch sollen auch Firefox-Nutzer unter Linux und Mac OS X von der Hardwarebeschleunigung profitieren.

Normalerweise wird eine Webseite in einem Stück auf eine Oberfläche wie ein Fenster gerendert, was die Beschleunigungsmöglichkeiten stark einschränkt. Künftig soll daher ein Layers-Manager zwischengeschaltet werden, der sich um die Verwaltung unterschiedlicher Schichten in einem bestimmten Teil des Bildschirms kümmert. So kann Firefox verschiedene Inhalte auf mehrere Schichten rendern, die dann hardwarebeschleunigt zusammengesetzt werden. Das erlaubt es beispielsweise, die in vielen modernen Systemen verfügbare Hardwarebeschleunigung für Transformationen und transparente Bereiche zu nutzen. Auch die Darstellung von Videos und 3D-Inhalten via WebGL soll davon profitieren.

Darüber hinaus erhoffen sich die Firefox-Entwickler weitere Vorteile vom Layer-System: Dazu zählt die Auslagerung von Teilen des Renderings in andere Threads, so dass Animationen auch dann flüssig laufen, wenn der Hauptthread beispielsweise durch die Verarbeitung von Javascript anderweitig beschäftigt ist. Auch könnten so Teile einer gerenderten Webseite, die derzeit nicht sichtbar sind, aufbewahrt werden, was vor allem die Anzeige auf mobilen Endgeräten beschleunigen würde, insbesondere beim Scrollen und Zoomen.  (ji)


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(24.11.2009, https://glm.io/71431 )

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