Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/1001/72302.html    Veröffentlicht: 09.01.2010 09:12    Kurz-URL: https://glm.io/72302

Video von Nvidias neuer Techdemo auf drei GF100 mit Fermi

DirectX-11 mit Physikeffekten in kleinem Rennspiel

Am CES-Stand von Nvidia ist erstmals die Grafikkarte GF100, die noch im ersten Quartal 2010 erscheinen soll, mit einer echten Anwendung zu sehen. Die Techdemo "Supersonic Sled" zeigt eine rasante Fahrt mit einem Raketenschlitten, in die der Benutzer auch eingreifen kann.

Auf seiner Keynote hatte Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang die erste Fermi-Karte seines Unternehmens nur erwähnt, aber weder die Hardware noch ein Programm darauf gezeigt. Am Messestand von Nvidia gibt es jedoch einen Rechner, in dem nach Aussage des Unternehmens gleich drei der Karten als 3-way-SLI-Konfiguration stecken.

Aufschrauben wollten die Nvidia-Mitarbeiter den Rechner jedoch nicht, dafür zeigten sie Golem.de aber den Gerätemanager von Windows 7 sowie das Nvidia-Control-Panel, in dem tatsächlich 3-way-SLI aktiviert war. Fotos davon waren jedoch nicht zugelassen, "wir haben da noch ganz komische Codenamen drin", lautete die Erklärung. Allzu seltsam wie "Radeon-Killer" waren die Bezeichnungen jedoch nicht, GF100 - was logisch wäre - hießen die Geräte aber in den Anwendungen auch nicht.

Lustig, wenn auch auf den ersten Blick nicht wirklich vom Hocker reißend war dagegen die Demo "Supersonic Sled". Eine Cartoonfigur reitet dabei auf Schienen einen Raketenschlitten - "Zurück in die Zukunft III" lässt grüßen. Wie in diesem Film endet die Strecke vor einer Schlucht, der Anwender kann den Schlitten dann in der Luft steuern, was aber nicht allzu einfach ist.

Da es weder dem Golem.de-Redakteur noch dem Nvidia-Mitarbeiter gelang, den Schlitten wieder aufs Gleis zu setzen, ist noch unklar, wie die Demo weitergeht. Eine weitere Vorführung soll auf der CES aber noch erfolgen, bei der Nvidia die Physikeffekte und auch die Tesselation herausstellen will. In den ersten Sekunden der Demo ist jedenfalls eine sehr realistische Wüstenlandschaft zu sehen, die Animation der Spielfigur ist auch vergleichbar mit Animationsfilmen, wie sie vor rund zwei Jahren aktuell waren.

Die Rechenleistung des Fermi zeigt sich vor allem bei den Spezialeffekten: Auch mit achtfachem Anti-Aliasing und im 3D-Modus - bei dem stets zwei Bilder berechnet werden müssen - blieb die Demo so rasant wie ohne diese Einstellungen. Nvidia will den Überschallschlitten, wenn die GF100 endlich erscheint, auch per Download verfügbar machen, so dass Käufer der Karte gleich ein kleines Spiel erhalten sollen.

Offenbar setzt das Unternehmen nun mehr auf Unterhaltungswert als bei der letzten Demo "Medusa", das nur einen Film wiedergab. Nvidia selbst war mit Medusa nicht allzu glücklich, obwohl sich beim genauen Hinsehen der Echtzeitanimation - nicht aber bei komprimierten Videos davon - darin viele interessante Effekte finden.  (nie)


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