Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0912/71891.html    Veröffentlicht: 17.12.2009 09:57    Kurz-URL: https://glm.io/71891

Ich als Roboter

Japanische Kaufhauskette verkauft robotische Porträts

Eine japanische Kaufhauskette macht zum Jahreswechsel ein exklusives Angebot: Kunden können ein Porträt von sich anfertigen lassen - als Roboter. Der wird so aussehen, sich so bewegen und sprechen wie sein menschliches Vorbild. Wer einen Ego-Roboter haben möchte, braucht Glück - und ein gut gefülltes Konto.

Die japanische Kaufhauskette Sogo-Seibu macht zum neuen Jahr ein ganz besonderes Angebot: Kunden können sich einen Roboter anfertigen lassen, der aussieht wie sie selbst, berichtet die japanische Tageszeitung Japan Times. Das Angebot gilt nur zwischen dem 1. und dem 3. Januar 2010.

Lebensgroßer Roboter

Den künstlichen Doppelgänger wird der japanische Roboterhersteller Kokoro bauen. Er ist lebensgroß und kann seine obere Körperhälfte bewegen. Das Gesicht besteht aus Silikon und gleicht seinem Vorbild genau.

Der Roboter soll dem Auftraggeber nicht nur zum Verwechseln ähnlich sehen: Er wird sich dank Motion Capturing auch genauso bewegen und die gleiche Mimik haben. Anhand von Sprachaufnahmen wird auch die Stimme des Menschen nachgebildet.

Das Los entscheidet

Wer sich ein robotisches Ebenbild seiner selbst anfertigen lassen will, muss allerdings tief in die Tasche greifen: 20,1 Millionen Yen, umgerechnet knapp 155.000 Euro, verlangt Sogo-Seibu für den Roboter. Dafür können sich die Käufer sicher sein, dass sie ein ganz exklusives Produkt besitzen: Das Angebot umfasst nur zwei Roboter. Sollten mehr Bestellungen eingehen, wird das Los entscheiden, wer den Zuschlag erhält.

Kokoro hat bereits Roboter nach menschlichen Vorbildern gebaut: Für Actroid stand eine Nachrichtensprecherin Modell. Geminoid ist das Porträt von Hiroshi Ishiguro, einem Robotiker von der Universität in Osaka.

In den USA baut der Robotiker David Hanson Roboter nach menschlichem Vorbild, wie beispielsweise den Einstein-Roboter.  (wp)


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