Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0912/71744.html    Veröffentlicht: 08.12.2009 19:48    Kurz-URL: https://glm.io/71744

Fünf US-Verlage wollen Onlinevertriebsplattform aufbauen

Verlage wollen Zeitschriften und Zeitungen auf digitale Endgeräte bringen

Zeitschriften und Zeitungen auf mobilen Geräten - das ist das Ziel von fünf großen Verlagen in den USA. Sie haben dazu gemeinsam ein Unternehmen gegründet, das eine Vertriebsplattform und Standards entwickeln soll, um die Printprodukte mit Werbung und anspruchvollem Layout auf beliebigen Geräten zur Verfügung zu stellen.

Fünf große US-Zeitungs- und Zeitschriftenverlage haben heute die Gründung einer Onlineplattform bekanntgegeben, über die sie Medieninhalte für mobile Endgeräte anbieten wollen. Entsprechende Pläne waren kürzlich bekanntgeworden. Beteiligt sind die Verlage Condé Nast, Hearst, Meredith, News Corporation und Time. Die Plattform soll aber auch anderen Anbietern offenstehen.

Offene Standards

Das Gemeinschaftsunternehmen soll offene Standards entwickeln, die es ermöglichen, Zeitschriften und Zeitungen inklusive Werbung sowie Bücher, Comics oder Blogs auf mobile Geräte zu bringen. Der Leser soll die Inhalte auf jedem mobilem Endgerät lesen können. Die Art des Gerätes, das Betriebssystem oder die Bildschirmgröße sollen keine Rolle spielen, erklärten die Gründer. Ziel ist es, über die Plattform Einnahmen sowohl durch Werbung als auch durch den Verkauf von Inhalten zu generieren.

"Den Kunden wird diese digitale Initiative den Zugang zu einer außergewöhnlichen Auswahl an hochwertigen Medienprodukten eröffnen, die alle für das Gerät ihrer Wahl angepasst sind, seien es Smartphones, E-Book-Reader oder Notebooks", sagte John Squires, ehemaliger Vizechef von Time und Interimschef des noch namenlosen Unternehmens.

Einige der beteiligten Verlage entwickeln bereits fleißig - ob auf eigene Faust oder im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes, ist unklar. So hat Hearst vor wenigen Tagen den Dienst Skiff vorgestellt, über den Verlage ab 2010 ihre Printprodukte für mobile Geräte anbieten können. Condé Nast entwickelt zusammen mit Adobe eine digitale Ausgabe des Technologiemagazins Wired für E-Book-Reader. Time hat kürzlich an Hand seiner Zeitschrift Sports Illustrated demonstriert, wie sich der Verlag digitale Ausgaben seiner Zeitschriften vorstellt.  (wp)


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