Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0912/71712.html    Veröffentlicht: 08.12.2009 08:24    Kurz-URL: https://glm.io/71712

Kodak will OLED-Geschäft verkaufen

LG übernimmt OLED-Sparte

Kodak will sein OLED-Geschäft mit den dazugehörigen Patenten an eine Unternehmensgruppe von LG verkaufen. Kodak hatte in den 70er Jahren mit der Entwicklung der organischen Leuchtdiode begonnen. Kodak sichert sich auch nach dem Verkauf weiterhin Zugriff auf die Displaytechnik.

Kodak setzt OLEDs in einer Reihe von Geräten ein, darunter als Display einer Digitalkamera. Der Bildschirm der Kodak Easyshare LS633 von 2003 erreichte eine Diagonale von 2,2 Zoll.

Außerdem stellte Kodak 2008 auf der Photokina ein Fotodisplay mit OLED-Bildschirm vor, der zwar sehr flach ist, aber nicht ohne einen massiven Standfuß auskommt. Die Auflösung des 7,6 Zoll großen Displays beträgt 800 x 480 Pixel. Der Betrachtungswinkel liegt bei circa 180 Grad, so dass es keine Farbverfälschungen mehr gibt, selbst wenn das Display von der Seite aus betrachtet wird. Das Kontrastverhältnis gibt Kodak mit 30.000:1 und die Helligkeit mit 200 Candela pro Quadratmeter an.

Der große Marktdurchbruch bei großen Displays gelang jedoch bisher nicht, weil parallel auch die LCD-Technik verbessert werden konnte und auch hier höhere Kontrastverhältnisse erzielt wurden. Auch die sperrige Hintergrundbeleuchtung von LCDs konnte durch den Einsatz von LEDs miniaturisiert und der Energiebedarf gesenkt werden. Außerdem sind OLEDs nach wie vor recht teuer und kommen hauptsächlich bei kleinen Bildschirmen von Mobilgeräten zum Einsatz.

Kodak gibt mit dem Verkauf seiner OLED-Sparte die Technik nicht ganz auf und sichert sich weiterhin Zugriff auf OLED-Produkte. Wie viel Kodak für das OLED-Geschäft erhält, teilte das Unternehmen nicht mit. Der Verkauf soll Ende 2009 abgeschlossen werden.

Kodak will durch den Verkauf seine Investitionen stärker bündeln und seine finanzielle Situation verbessern. Allein im dritten Quartal 2009 machte das Unternehmen einen Nettoverlust von 111 Millionen US-Dollar gegenüber einem Gewinn von 101 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Umsatz ging um 25,9 Prozent auf 1,78 Milliarden US-Dollar zurück.  (ad)


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