Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0912/71604.html    Veröffentlicht: 02.12.2009 16:13    Kurz-URL: https://glm.io/71604

Nokia kündigt neues Userinterface für Symbian an

Finnen versprechen Smartphones, die so billig sind wie noch nie

Nokia hat auf seinem jährlichen Kapitalmarkttag ein neues Userinterface für seine Plattform Symbian angekündigt, das 2010 veröffentlicht werden soll. Zudem wollen die Finnen Smartphones billiger machen.

"2010 werden wir die User-Experience vorantreiben und die Fortschritte werden Symbian-Nutzer zu einem Interface auf einer neuen Stufe führen", kündigte Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo an. Er versprach zudem, im Smartphonebereich global neue Preispunkte bei wachsenden Margen zu setzen.

Das Userinterface soll auf Basis von Qt erneuert werden. In der ersten Jahreshälfte 2010 soll ein maßgebliches Produkt damit auf den Markt kommen, ein zweites soll in der zweiten Jahreshälfte folgen. Nokia verspricht noch für das erste Halbjahr 2010 ein schnell reagierendes Nutzerinterface mit "wundervoller Grafik" und Multitouchgesten. Die Leistung von Symbian soll verdreifacht werden. Die Arbeiten an der Software sollen aber erst Ende 2010 fertiggestellt werden.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 soll zudem Nokias erster mobiler Computer mit dem auf Linux basierenden Betriebssystem Maemo 6 auf den Markt kommen, dessen Vorgänger Maemo 5 im jüngst erschienenen N900 zum Einsatz kommt. Maemo 6 wird unter anderem Qt 4.6 und einige APIs des Qt Mobility Project mitbringen. Zudem ist geplant, einen UPnP-Media-Server zu integrieren.

Zugleich will Nokia sein Produktportfolio verändern: Der Anteil an Geräten mit Touchbedienung soll ebenso gesteigert werden wie der Anteil an Geräten mit QWERTZ-Tastatur. Auch sollen die Entwicklerwerkzeuge rund um die Ovi-Plattform verbessert werden. Zur Entwicklung kommt künftig Qt sowohl für Symbian als auch Maemo zum Einsatz.

Zusammen mit Nokias Finanzchef Timo Ihamuotila betont Olli-Pekka, Nokia wolle weiter wachsen und sei dafür gut aufgestellt. Nach einer Verschiebung der eigenen Prioritäten will Nokia künftig sowohl bei Handys als auch bei Smartphones wettbewerbsfähig sein.

Für 2010 rechnet Nokia damit, dass weltweit rund 10 Prozent mehr Mobiltelefone verkauft werden als 2009. Dabei will Nokia mit dem Markt wachsen und seinen Marktanteil konstant halten. Um das zu erreichen, setzt Nokia auf niedrigere Preise und wachsenden Umsatz mit Diensten. Bis Ende 2011 will Nokia mit seinen Diensten, die unter der Marke Ovi angeboten werden, 300 Millionen aktive Nutzer erreichen.  (ji)


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