Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0912/71569.html    Veröffentlicht: 01.12.2009 11:24    Kurz-URL: https://glm.io/71569

Ubisoft: Neuer Prince of Persia und Bewegungssteuerung

Unternehmen kündigt Spiele für Project Natal und die Sony-Motioncontroller an

Am 29. Juli 2010 kommt der Film Prince of Persia: The Sands of Time in die Kinos - jetzt kündigt Ubisoft an, dass zwei Monate vorher ein neues Spiel mit dem Prinzen erscheint, das dem derzeit mit Verlusten kämpfenden Unternehmen starke Einnahmen bescheren könnte. Gleichzeitig stellt Ubisoft seine Pläne für "Project Natal" vor.

Über das Spiel wurde schon länger spekuliert, jetzt gibt Ubisoft die Entwicklung von Prince of Persia: The Forgotten Sands offiziell bekannt. Der Titel wird im Mai 2010 für Konsolen erscheinen - ob damit neben Xbox 360 und Playstation 3 auch Nintendos Wii gemeint ist, sagt der Publisher derzeit nicht. Außerdem wird es Versionen für Handheldsysteme geben. Das Actionspiel setzt die "Sands of Time"-Reihe fort, also jenen Teil der Serie, mit dem Ubisoft 2003 die aus den 90er Jahren stammende Marke wiederbelebt hatte.

Details über Inhalte, Grafikstil und Handlung des Spiels will Ubisoft erst Mitte Dezember 2009 verraten. Bislang ist nur bekannt, dass es "neben bekannten und bei Fans beliebten Spielelementen der Originalserie" zusätzlich "völlig neue Gameplay-Innovationen" geben soll. Das kommende Prince of Persia erscheint fast zeitgleich wie ein Spielfilm, der Ende Mai 2010 in den USA und Ende Juli 2010 in Deutschland in den Kinos starten soll. Produzent ist Jerry Bruckheimer, Regie hat Mike Newell geführt, die Hauptrolle hat Jake Gyllenhaal übernommen. Das Drehbuch entstand unter Mitwirkung von Jordan Mechner, der die Prince-of-Persia-Reihe erfunden hat, seitdem aber als Drehbuchautor und Autorenfilmer in verschiedensten Genres tätig war.

Bei Ubisoft könnte der potenzielle Blockbuster auch neuen Schwung in die Geschäftsentwicklung bringen - die derzeit unterhalb früherer Erwartungen verläuft. Wie das Unternehmen jetzt bekanntgibt, hat es in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen Nettoverlust von 52 Millionen Euro verzeichnen müssen - im gleichen Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 24 Millionen Euro realisiert worden. Die Umsätze haben sich mehr als halbiert: von 344,5 auf 166 Millionen Euro.

Grund für den Rückgang sind vor allem schwache Verkaufszahlen von älteren Titeln, insbesondere für Nintendo DS. Für das Gesamtjahr rechnet Ubisoft allerdings weiterhin mit einem Umsatz von 1,04 Milliarden Euro - unter anderem dank des starken Starts von Assassin's Creed 2, das in der ersten Woche rund 1,6 Millionen Mal über die Ladentheken gewandert sei und damit um 32 Prozent höhere Umsätze als der auch schon absatzstarke Vorgänger generiert habe.

Yves Guillemot, Chef von Ubisoft, hat im Gespräch mit Analysten auch seine Pläne im Hinblick auf Bewegungssteuerungssysteme auf Konsolen vorgestellt. Derzeit arbeite Ubisoft an zehn Spielen, die Project Natal für die Xbox 360 unterstützen, und an vier bis fünf Titeln für die kommende Bewegungssteuerung der Playstation 3.  (ps)


Verwandte Artikel:
Spieletest: Prince of Persia - Abenteuer mit der Freundin   
(09.12.2008, https://glm.io/64022 )
Assassin's Creed Origins im Test: Grandiose Geschichte im Weltensimulator   
(26.10.2017, https://glm.io/130819 )
Steven Spielberg will angeblich Halo-Film produzieren   
(10.08.2009, https://glm.io/68944 )
Neues Prince of Persia fertig - Klassiker von 1989 als Bonus   
(04.11.2003, https://glm.io/28309 )
Ubisoft: Big-Data-KI entdeckt Bugs beim Programmieren   
(06.03.2018, https://glm.io/133162 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/