Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71545.html    Veröffentlicht: 30.11.2009 12:23    Kurz-URL: https://glm.io/71545

Linux-Spielehandheld Pandora vor Markteinführung

Derzeit leistungsstärkstes Handheld jetzt verfügbar

Schon mehrfach stand der Start von Pandora mehr oder weniger bevor, jetzt soll es wirklich losgehen: Angeblich noch vor Jahresende 2009 sollen Linux-Fans das konzernunabhängig produzierte Handheld in Händen halten können.

"Massenproduktion hat begonnen", meldet Openpandora.org und meint damit die 3.895 Boards, die für die erste Auslieferung von Pandora produziert werden. Das Handheld stammt nicht von einem großen Unternehmen, sondern ist ein offenes Projekt, das ein kleines Team von England und Ingolstadt aus umsetzt. Pandora ist das derzeit laut Hersteller leistungsstärkste Handheld, kostet rund 300 Euro und verwendet eine angepasste Version von Ångström-Linux.

Das Gerät verfügt neben zwei analogen Controllern und einem digitalen DPad für Spiele über ein 43-Tasten-Keyboard und ein 4,3 Zoll großes Touchscreen-LCD mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln bei 16,7 Millionen Farben. Die jetzt veröffentlichte Version von Pandora - frühere Spezifikationen führten noch andere Hardware auf - läuft auf Basis einer Cortex-A8-CPU von ARM mit 600 MHz und verwendet für die OpenGL-2.0-Grafik den PowerVR-SGX-Prozessor von Imagination Technologies. Es verfügt über 256 MByte RAM und 512 MByte Flashspeicher. Die Akkus laufen laut Hersteller über 10 Stunden, die Größe liegt bei 83 x 140 mm.

Pandora hat WLAN-Unterstützung, surfen kann der Besitzer beispielsweise mit Firefox. Anwendungen oder Spiele lassen sich über einen der beiden SDHC-Kartenslots installieren, außerdem besitzt das Handheld einen S-Video-Ausgang.

Die erste Charge von Pandora ist laut Webseite schon weitgehend ausverkauft, ein paar Exemplare sollen aber noch auf Anfrage per E-Mail verfügbar sein. Außerdem bieten eine Reihe von Onlineshops das Handheld an - Links befinden sich ebenfalls auf der Webseite. Im Einzelhandel wird es das Gerät auf absehbare Zeit nicht geben.  (ps)


Verwandte Artikel:
GPD Win im Test: Crysis in der Hosentasche   
(26.12.2016, https://glm.io/125080 )
Lizenzbestimmungen: Linux-Abmahnungen verunsichern Elektronikbranche   
(05.03.2018, https://glm.io/133139 )
Smach Z: Handheld mit Ryzen kostet 700 US-Dollar   
(02.03.2018, https://glm.io/133109 )
Deutscher Computerspielpreis 2018: Beste deutsche Games nominiert   
(06.03.2018, https://glm.io/133168 )
Linux-Spielehandheld Pandora kann vorbestellt werden   
(01.10.2008, https://glm.io/62724 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/