Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71502.html    Veröffentlicht: 27.11.2009 08:36    Kurz-URL: https://glm.io/71502

Fotooptimierung ohne komplizierte Regler und Kurven

Phototune 3 arbeitet als Photoshop- und Lightroom-Plug-in

OnOne Software hat mit Phototune 3 ein Bildbearbeitungstool vorgestellt, das nicht nur ohne komplexe Werkzeugoptionen auskommt, sondern dem Nutzer pro Optimierungschritt jeweils zwei Bilder im Vergleich zeigt, von denen er eines für die nächste Bearbeitungsstufe auswählt.

Phototune 3 ist ein Plug-in für Adobe Photoshop, das auch über Lightroom aufgerufen werden kann. Photoshop muss aber immer installiert sein. In wenigen Schritten optimiert der Benutzer das Kontrast- und Helligkeitsverhältnis, die Farbabstimmung und die Schärfe. Dieser Wizard ist keine Einbahnstraße: Jeder Schritt kann nicht nur rückgängig gemacht, sondern auch noch einmal durchlaufen werden.

Für jeden Schritt gibt es nur einen einzelnen Regler, der die Intensität der Optimierung verändert. So wird der Nutzer an die Hand genommen, bis das Bild nach seinen Wünschen hin besser aussieht als das Original. Am Ende wird das Ergebnis noch einmal dem Original gegenüber gestellt.

Gesichtstöne retuschiert Phototune in einem eigenen Arbeitsablauf. Die Haut muss dazu nicht maskiert werden. In mehreren Bearbeitungsschritten werden die Hauttöne so eingepegelt, wie der Nutzer es für sinnvoll hält. Dabei wird wieder auf den Links-Rechts-Vergleich gesetzt, der sich durch das Programm wie eine rote Schnur zieht.

Wer sich von Phototune zu sehr gegängelt fühlt, kann den Pro-Modus aktivieren und die Änderungen ohne Wizard mit Reglern nach eigenem Gusto durchführen. Besonders die Farbregelung fällt aus dem Rahmen: An den Bildrändern sind Farbfelder platziert. Der Nutzer zieht das gesamte Bild je nach Geschmack zu den roten, grünen, gelben oder blauen Farbtönen und ändert so die Färbung. Das ist intuitiver als mit bildfernen Reglern, die zusätzlich vorhanden sind.

Farbkorrektur einmal anders

Mit einer Farbpipette können einzelne Farbbereiche ausgewählt und dann durch Verschieben des Fotos mehr oder minder stark neutralisiert werden. Ähnlich funktioniert das auch beim Anpassen von Hauttönen im Pro-Modus.

Das Plug-in kann von einzelnen Bearbeitungsschritten Schnappschüsse speichern und die Bearbeitungsschritte in Presents speichern. So können mehrere Bilder auf Knopfdruck mit der gleichen Bearbeitung behandelt werden.

Im Kurztest von Golem.de konnte das Programm durchaus überzeugen. Vor allem Farbstiche lassen sich damit sehr gut selektiv entfernen. Wer viele Bilder bearbeiten will, vermisst allerdings eine Stapelverarbeitung. Denn jedes Foto muss erst in Photoshop einzeln geöffnet und dann mit dem Plug-in aufgerufen werden.

OnOne Phototune 3 unterstützt die Smart-Filter von Photoshop CS3 sowie CS4 und kostet rund 160 US-Dollar. Eine Testversion ist ebenfalls nach Registrierung erhältlich.  (ad)


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