Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71497.html    Veröffentlicht: 26.11.2009 19:11    Kurz-URL: https://glm.io/71497

Kompakter All-in-One-PC von Lenovo fürs Büro

Dual-Core-PC mit 19-Zoll-Display ab 410 Euro

Sogar Lebensmitteldiscounter versuchen sich derzeit am Trendthema der "All-in-Ones" (AIO). Neben der Platzersparnis sollen die Displays mit eingebautem PC nach Lenovos Willen auch die Firmen erobern, dort stehen aber geringerer Energieverbrauch und einfache Wartung im Pflichtenheft.

Mit einer Mischung aus Notebook- und Desktopkomponenten will Lenovo einen für Marken-PCs geringen Preis und einfache Aufrüstbarkeit erreichen. Der A70z stammt aus der Serie "ThinkCentre", unter diesem Namen bietet Lenovo sonst Desktoprechner für Firmen an. Zwar hat das Unternehmen noch nicht alle technischen Daten vorgelegt, auf einer Veranstaltung in München aber bereits einige Details zu drei verschiedenen Modellen verraten.

So kommt als kleinster Prozessor Intels Pentium Dual-Core E5300 mit 2,6 GHz zum Einsatz, in den beiden größeren Modellen gibt es einen Core 2 Duo E7500 mit 2,93 GHz. Den Chipsatz nannte Lenovo noch nicht, gab aber an, dass er DirectX-10 beherrscht - das lässt auf ein Modell aus Intels G45-Serie schließen.

IDC: Trend zu AIOs für Firmen
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Die Speichermodule nach DDR2 stecken in zwei Slots, beim günstigsten A70z gibt es nur 1 GByte, diesem Rechner fehlt zudem WLAN - dafür soll er auch nur 410 Euro plus Mehrwertsteuer kosten. Die auf den Folien angegebenen 499 Euro basieren laut Lenovo auf überholten Kalkulationen. Allen drei Modellen gemein ist eine 2,5-Zoll-Festplatte mit 320 GByte, die weiteren Unterschiede stecken bei WLAN, Speicher und Betriebssystem.

Drei Modelle geplant
Drei Modelle geplant
Das mittlere Modell für rund 600 Euro besitzt 2 GByte RAM und Windows 7 Professional statt Home Premium sowie WLAN nach 802.11. Für die 4 GByte des mit etwa 700 Euro teuersten A70z kommt Windows 7 Professional in der 64-Bit-Version zum Einsatz, zudem werden noch drahtlose Maus und Tastatur mitgeliefert. Bei den beiden günstigeren Varianten sind die Eingabegeräte per USB angebunden. In allen Preisen ist ein Jahr Vor-Ort-Service mit einer Garantie auf alle Teile enthalten.

Festplatte und Speicher sollen laut Lenovo leicht zugänglich sein und können auch selbst aufgerüstet werden. Für bessere Ergonomie gibt es gegen Aufpreis einen höhenverstellbaren Halter oder einen Schwenkarm. Serienmäßig besitzt das Gerät nur einen Bügel an der Rückseite, der aber gefedert ist, so dass sich der Neigungswinkel leicht verstellen lässt.

Rechts am Gerät sitzen die Buchsen für Kopfhörer und Mikro sowie drei USB-2.0-Buchsen. Von diesen gibt es an der Rückseite noch vier weitere sowie Gigabit-Ethernet - und als Überraschung zumindest bei einem Vorseriengerät einen seriellen Port (RS232), der für älteres Zubehör oder Mess- und Regelgeräte in manchen Firmen noch benötigt wird. An der linken Seite sitzt ein DVD-Brenner, der als Gerät mit Schublade wie bei Notebooks ausgeführt ist.

US-Preisliste für Zubehör
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Das 19-Zoll-Display, dessen Auflösung Lenovo noch nicht verraten hat, soll bei allen Modellvarianten entspiegelt sein. Zur Leistungsaufnahme gibt es ebenfalls noch keine konkreten Angaben - so gering wie bei rein aus Notebookkomponenten gebauten AIOs dürfte sie nicht sein. Allerdings haben viele dieser Geräte auch größere Displays. Über einen Touchscreen verfügt der A70z nicht. Laut Lenovo ist die Zahl der Anwendungen für diese Funktionen noch zu gering.

Ob das Konzept aufgeht, wird sich erst 2010 zeigen: Ab 10. Januar des kommenden Jahres will Lenovo das Gerät ausliefern.  (nie)


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