Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71303.html    Veröffentlicht: 18.11.2009 18:37    Kurz-URL: https://glm.io/71303

10,3 Millimeter: Dell macht Adamo-Notebook platt

Neues Size-0-Notebook mit 13-Zoll-Display

Jetzt wird die Luft dünn für Apples Macbook Air: Mit dem "Adamo XPS 13" stellt Dell schon zum zweiten Mal in Folge das dünnste Notebook der Welt. Damit gehen jedoch wie üblich funktionale Kompromisse einher, immerhin ist der Akku beim neuen Adamo aber wechselbar.

Das neue Dell-Notebook ist nach hinten leicht keilförmig gestaltet und 9,7 bis 10,3 Millimeter flach sowie 1,44 Kilogramm schwer. Im Gegensatz zu anderen Notebooks sitzen Elektronik und Akku in dem Teil, der das Display beherbergt. Die Tastatur, unter der diese Komponenten sonst stecken, ist dadurch besonders flach. Sie folgt dem angesagten "Chiclet"-Design, bei dem die Tasten leicht voneinander abgesetzt sind und bei Druck im Gehäuse verschwinden.

Da die Tastatur erst oberhalb des Akkus angebracht ist und damit einige Zentimeter von der unteren Kante der Displayeinheit entfernt, steht die Tastatur im aufgeklappten Zustand recht schräg. Manche Anwender mögen das, weil es der Position früherer "IBM-Keyboards" entspricht, andere schätzen sehr flache Eingabegeräte. Ergonomisch ideal sind so schräge Tastaturen aber nicht.

Anders als beim Macbook Air ist der Akku des neuen Adamo wechselbar, eine direkte Angabe zu dessen Laufzeit macht Dell nicht. Mit einem optionalen Akku - von dem noch keine Bilder vorliegen - mit 40 Wattstunden soll das Gerät jedoch 5 Stunden und 17 Minuten durchhalten. Der mitgelieferte Stromspeicher hat 20 Wattstunden Kapazität und dürfte folglich etwa auf die Hälfte der Laufzeit kommen. Das ist heute kein guter Wert mehr. Immerhin soll sich der Akku im Ruhezustand wechseln lassen, so dass dafür kein Neustart nötig ist.

Am Rest der Hardware hat Dell aber nicht gespart. Als Prozessor kommt Intels Core 2 Duo SU9400 mit 1,4 GHz und 3 MByte L2-Cache zum Einsatz. Diese CPU ist bereits seit rund einem Jahr erhältlich und mit 10 Watt TDP einer der sparsamsten Core-2-Prozessoren von Intel. Zum Chipsatz macht Dell keine Angaben, von Intel vorgesehen ist für die CPU ein GS45 mit integrierter X4500-Grafik nach DirectX-9. HD-Videos bis zu Blu-ray-Codecs kann diese Grafikeinheit inzwischen selbsttätig decodieren, über ein eingebautes optisches Laufwerk verfügt das neue Adamo jedoch nicht.

Der Arbeitsspeicher besteht aus 4 GByte DDR3-800-DRAM, vermutlich sitzt er auf zwei SO-DIMMs und kann so nur durch Austausch erweitert werden. Damit Windows das RAM voll nutzen kann, installiert Dell Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Version. Das erschließt sich aber erst, wenn man sich durch Dells Onlineshop klickt, auf der deutschen Produktseite ist noch von einer 32-Bit-Version des Betriebssystems die Rede.

Das von LEDs beleuchtete Display im noch ungewöhnlichen Format von 13,4 Zoll ist im Seitenverhältnis 16:9 gehalten und stellt 1.366 x 768 Pixel dar. Den Bildern nach zu urteilen ist es nicht entspiegelt. Externe Monitore finden über einen Displayport in Standardgröße Anschluss, für Mini-Displayport, HDMI und VGA gibt es optionale Adapter. An weiteren Schnittstellen bietet das neue Adamo je einen USB-2.0-Port auf jeder Seite und einen Kopfhörerausgang. Ein Mono-Mikrofon sowie eine 2-Megapixel-Webcam sitzen fest im Gehäuse. Einen der USB-Ports kann man mit einem Adapter für Fast-Ethernet belegen, der mitgeliefert wird.

Drahtlos ins Netz kommt der Rechner per WLAN nach 802.11a/b/g/n durch Intels 5300-Modul. Bluetooth in Version 2.1 ist ebenfalls vorhanden. Als Massenspeicher gibt es nur eine SSD mit 128 GByte, Angaben über Hersteller und Geschwindigkeit liegen noch nicht vor. Mit dieser einzigen angebotenen Konfiguration kostet das Gerät 1.699 Euro und ist laut Dell sofort verfügbar. Dazu kommen in der Regel noch Versandkosten von 29 Euro.  (nie)


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