Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71191.html    Veröffentlicht: 13.11.2009 12:14    Kurz-URL: https://glm.io/71191

3D-Bilder aus dem menschlichen Körper

Virtuelle Tour durch den Körper auf dem iPhone

Eine virtuelle Reise durch den menschlichen Körper ermöglichen die Programme ImageVis3D und BodyViz. Sie bieten Medizinern und Laien dreidimensionale Ansichten des menschlichen Innnenlebens. Für die Reise in den Körper braucht der Nutzer lediglich einen PC oder ein iPhone.

Zwei neue Programme liefern dreidimensionale Bilder des menschlichen Körpers, die aus Bildern von Computer- oder Magnetresonanztomographie resultieren, und bieten Medizinern wie Laien einen Einblick in die menschliche Anatomie. Für die Software braucht der Nutzer keinen besonders leistungsstarken Computer mehr, sondern kann die 3D-Bilder auf einem herkömmlichen PC oder sogar auf dem iPhone anschauen.

ImageVis3D - 3D-Bilder auf dem PC und dem iPhone

ImageVis3D heißt das eine Programm, das an der Universität des US-Bundesstaates Utah in Salt Lake City vom Saarbrücker Informatiker Jens Krüger entwickelt wurde. Die Software stellt dreidimensionale Ansichten des menschlichen Körpers dar, die aus Bildern von Computer- oder Magnetresonanztomographie erstellt wurden.

Neu an der Software ist, dass sie für die Betrachtung und Bearbeitung der umfangreichen 3D-Bilder relativ wenig Rechenkapazität benötigt. Der Arzt braucht also keinen leistungsstarken Computer, sondern kann die 3D-Bilder seiner Patienten auf seinem Praxiscomputer anschauen und bearbeiten. Die mobile Version, ImageVis3D Mobile, kommt sogar mit noch weniger Rechenkapazität aus: Sie stellt 3D-Bilder auf dem iPhone dar. Diese Version steht kostenlos im App Store zum Herunterladen bereit.

BodyViz - Reise durch den Körper per Xbox-Controller

Die Software BodyViz, die von James Oliver und Eliot Winer an der Universität im US-Bundesstaat Iowa in Ames entwickelt wurde, erzeugt aus den zweidimensionalen Bildern, die Computer- oder Magnetresonanztomographen liefern, dreidimensionale Ansichten des Körpers. Mit Hilfe eines Xbox-Controllers kann der Nutzer dann durch den menschlichen Körper navigieren: Er kann sich in dem Bild bewegen, sich den Körper aus verschiedenen Blickwinkeln anschauen, hineinzoomen und sich einzelne Organe genauer anschauen.

Der Vorteil der räumlichen Ansichten des Körpers gegenüber den alten zweidimensionalen sei, dass sie einfacher und nicht mehr nur für Experten zu verstehen seien, erklärt Winer. Anwendungsmöglichkeiten für die Software, die Oliver und Winer über ein ausgegründetes Unternehmen vermarkten, gebe es viele, sagen sie. Mediziner könnten beispielsweise mit der Software auf ihrem Praxisrechner den Patienten besser einen Befund erklären, und sie könnten anhand der Bilder eine Operation oder eine Therapie planen. Außerdem könne BodyViz in der Schule und an der Universität eingesetzt werden, um Schülern und Studenten die menschliche Anatomie zu erklären.  (wp)


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