Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71175.html    Veröffentlicht: 13.11.2009 09:03    Kurz-URL: https://glm.io/71175

Eye-Fi: SD-Karten mit WLAN lernen FTP

Daten können auch auf FTP- und FTPS-Server kopiert werden

Die Eye-Fi-Karten sind SD-Speicherkarten mit eingebautem WLAN-Modul. Bislang konnten damit Bilder und Videos von der Speicherkarte nur zu Fotocommunitys und anderen Onlinediensten hochgeladen werden. Nun beherrschen die Karten auch FTP und FTPS (FTP over SSL).

Für Profis ist die Vorstellung, die eigenen Bilder nicht auf den Firmenrechner, sondern zu Fotocommunitys heraufzuladen, etwas befremdlich. Das hat nun auch die Firma Eye-Fi bemerkt und ihre Speicherkarten entsprechend mit einer neuen Software ausgerüstet.

Nun können die Karten Share Video, Explore Video und Pro ihre Fotos auch auf FTP- und FTPS-Servern ablegen. Doch ganz perfekt ist der Dienst noch nicht - denn bei den Bilddaten werden nur JPEGs unterstützt. Sie sind zwar kleiner als die Rohdaten, doch fehlen ihnen durch die Kompression und niedrigere Farbtiefe auch Informationen, die in den Rohdateien zu finden sind.

Die meisten Kameras können jedoch aus den Rohdaten intern zusätzlich JPEGs erzeugen oder gar bei der Aufnahme parallel zu der Rohdatenaufnahme auch noch eine JPEG-Variante speichern. In der Praxis dürfte es dennoch vorkommen, dass auch die Rohdaten auf den Server sollen. Dies könnte Eye-Fi durch ein weiteres Update ändern.

Die Eye-Fi-Karten bieten eine Speicherkapazität von 4 GByte und sind mit einem auf 2,4 GHz funkenden WLAN-Chip (802.11b/g) ausgerüstet. Derzeit sind die Karten europaweit nur in Großbritannien erhältlich. Die günstigste Karte ist dabei die Home Video genannte Version. Sie kostet etwa 50 Pfund und lädt JPEG-Fotos und Videos mit einer Länge von maximal 90 Minuten per WLAN auf einen Rechner hoch.

Die Share-Video-Karte für 70 Pfund ist zudem für das Hochladen von Inhalten auf Webseiten freigeschaltet. Als Ziele können unter anderem Youtube, Facebook oder Flickr ausgewählt werden.

Mit 120 Pfund ist die Pro-Version die teuerste aller Eye-Fi-Karten. Sie erlaubt im Gegensatz zu ihren Geschwistern auch RAW-Bilder zu verschicken. Außerdem benötigt die Pro-Karte keine WLAN-Infrastruktur. Die FTP-Funktion ist jedoch für das Rohdatenformat nicht verfügbar. Dank Ad-hoc-Fähigkeiten kann die Pro-Karte per WLAN direkt mit dem Notebook verbunden werden.  (ad)


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