Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/71019.html    Veröffentlicht: 06.11.2009 12:03    Kurz-URL: https://glm.io/71019

Bild.de und Welt.de auf dem iPhone bald nur noch gegen Geld

Bild.de und Welt.de erscheinen wohl in Kürze nicht mehr im iPhone-Browser

Die Inhalte von Bild.de und Welt.de wird es voraussichtlich auf dem iPhone bald nur noch gegen Bezahlung geben, so der Plan des Axel-Springer-Verlags. Der Verlag will noch in diesem Jahr kostenpflichtige iPhone-Applikationen für Bild.de und Welt.de veröffentlichen. Zeitgleich wird dann der Zugang auf die Webseiten mit dem iPhone-Browser wohl nicht mehr möglich sein.

Die iPhone-Applikationen Bild.de und Welt.de sollen noch in diesem Jahr in Apples App Store zu finden sein. Beide Programme werden dann kostenpflichtig angeboten und auf die Inhalte der Zeitungsseiten wird der Nutzer wohl nur nach Entrichtung einer Abogebühr gelangen, heißt es aus Verlagskreisen. Die iPhone-Applikationen sollen Lesern von Bild.de und Welt.de exklusive Inhalte und spezielle Dienste liefern. Wie diese gestaltet sein werden, ist noch nicht bekannt.

Der Verlag will in jedem Fall nicht nur die nun kostenlos verfügbaren Inhalte über eine kostenpflichtige Applikation anbieten. Dennoch ist derzeit geplant, die kostenlos nutzbaren Webseiten von Bild.de und Welt.de für iPhone-Nutzer abzuschalten. Bei Besuch der Webseiten mit dem iPhone-Browser werden keine Inhalte mehr zu sehen sein. Der iPhone-Browser wird also gezielt von diesen Webseiten ausgesperrt.

Auf dem iPhone wird es dann nur noch über die entsprechenden Applikationen möglich sein, die Inhalte von Bild.de und Welt.de einzusehen. Für andere Smartphone-Plattformen sind derzeit keine kostenpflichtigen Applikationen aus dem Axel-Springer-Verlag geplant, so dass alle redaktionellen Angebote auf diesen Plattformen weiterhin per Browser nutzbar sind.

Langfristig ist aber nicht auszuschließen, dass der iPhone-Weg auch für andere Smartphone-Plattformen eingeschlagen wird und die Angebote des Verlags dann nur noch gegen Bezahlung zu bekommen sind. Denn bereits im August 2009 hatte der Axel-Springer-Verlag angekündigt, "sämtliche Inhalte auf Smartphones... auf Dauer gegen Gebühr" anzubieten. Bisher war aber nicht bekannt, dass der Verlag dann auch gezielt den kostenlosen Zugriff auf die Webseiten der entsprechenden Medien unterbinden will.  (ip)


Verwandte Artikel:
Axel-Springer-Verlag: Deutschland als Paid-Content-Vorreiter   
(07.09.2009, https://glm.io/69647 )
Google stellt Konzept für Micropaymentsystem für Verlage vor   
(10.09.2009, https://glm.io/69734 )
Axel-Springer-Verlag setzt Pläne für Bezahl-Onlineinhalte um   
(14.08.2009, https://glm.io/69062 )
Tomorrow Focus plant neue kostenpflichtige Online-Angebote   
(17.12.2001, https://glm.io/17471 )
Zeitung: T-Online will für Inhalte zur Kasse bitten   
(26.11.2001, https://glm.io/17130 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/