Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0911/70905.html    Veröffentlicht: 03.11.2009 11:05    Kurz-URL: https://glm.io/70905

Xperia X10: Sony Ericssons erstes Android-Smartphone

HSDPA-Mobiltelefon mit 8,1-Megapixel-Kamera und 1-GHz-Prozessor

Mit dem Xperia X10 bringt Sony Ericsson sein erstes Mobiltelefon auf Basis von Android auf den Markt. Anders als in Motorolas Milestone alias Droid kommt im Xperia X10 noch kein Android 2.0 zum Einsatz, sondern noch Android 1.6. Das Xperia X10 besitzt eine angepasste Bedienoberfläche, um Kontakte und Multimediadaten bequemer zu verwalten.

Für das Xperia X10 hat Sony Ericsson eine Bedienoberfläche namens User Experience Plattform (UX) entworfen. Sie besteht aus den Bereichen Timescape und Mediascape. In Timescape werden E-Mails, Kurzmitteilungen, Facebook-Informationen sowie Twitter-Feeds integriert, so dass diese Kommunikationswege in einem Kontakt chronologisch zusammengefasst werden. So soll der Nutzer einen besseren Überblick erhalten.

Weniger spektakulär erscheinen dann die Funktionen von Mediascape: Hier werden lediglich auf dem Gerät gespeicherte Mediendaten mit online verfügbaren Inhalten in einer Oberfläche angezeigt. Die Software zeigt anhand der Daten innerhalb der lokal gespeicherten Mediadateien weitere Dateien an, die online verfügbar sind, andere Lieder eines Künstlers etwa.

Darüber hinaus verknüpft das Mobiltelefon alle Inhalte und Medien, die zu einer Person gehören. Dabei sollen Fotos automatisch sortiert und zugeordnet werden. Ansonsten kann die Zuordnung manuell nachgeholt werden. Mittels Gesichtserkennung lassen sich bis zu fünf Gesichter auf einem Foto identifizieren, die dann dem Adressbuch oder den Messaging-Aktivitäten zugeordnet werden.

Bedient wird das Xperia X10 vornehmlich über einen kratzfesten Touchscreen. Dieser liefert bei einer Bildschirmdiagonale von 4 Zoll eine Auflösung von 480 x 854 Pixeln und zeigt bis zu 262.144 Farben an. Alle Texteingaben werden über eine Bildschirmtastatur vorgenommen, eine Tastatur bietet das Mobiltelefon nicht.

Die integrierte 8,1-Megapixel-Kamera mit Autofokus und Bildstabilisator liefert einen 16fachen Digitalzoom sowie ein Fotolicht bei Aufnahmen in dunkler Umgebung. Videos nimmt die Kamera mit einer Auflösung von maximal 480 x 854 Pixeln auf. Bei Fotoaufnahmen kann eine Gesichtserkennung sowie ein Smile Shutter aktiviert werden, der erst auslöst, wenn eine Person auf einem Foto lächelt.

Der integrierte Mediaplayer bietet den Funktionsumfang, den es in anderen Sony-Ericsson-Mobiltelefonen gibt. So gibt es mit TrackID eine Möglichkeit, Musik anhand von Ausschnitten zu erkennen und der Nutzer kann auf Sony Ericssons Musikshop Playnow zugreifen. Das Xperia X10 besitzt ferner ein UKW-Radio mit RDS-Unterstützung.

Android-typisch ist dann wieder der Webbrowser, der auch bei Sony Ericsson auf Webkit basiert. Zudem sind andere Google-Dienste wie Suche, Maps, Mail, Talk sowie Kalender und ein Youtube-Client vorhanden. Über Android Market lassen sich Applikationen direkt auf dem Mobiltelefon installieren. Ein integrierter GPS-Empfänger hilft bei der Standortbestimmung und die Navigationssoftware Wisepilot liegt in einer Testversion bei, die drei Monate gratis genutzt werden kann.

Im Xperia X10 steckt ein Snapdragon-Prozessor von Qualcomm mit einer Taktrate von 1 GHz und der interne Speicher fasst 1 GByte an Daten. Weil der Speicher bei intensiver Nutzung schon bald nicht mehr ausreicht, wird gleich eine Micro-SD-Karte mit einer Kapazität von 8 GByte mitgeliefert, die in den entsprechenden Steckplatz passt.

Bei einem Gewicht von 135 Gramm misst das Xperia X10 119 x 63 x 13 mm und ist damit noch ein bisschen größer als Apples iPhone. Das UMTS-Smartphone beherrscht alle vier GSM-Netze und unterstützt HSDPA, EDGE sowie GPRS und ist mit WLAN nach 802.11b/g bestückt. Als weitere Drahtlostechnik ist Bluetooth mit A2DP-Profil vorhanden. Zudem besitzt das Mobiltelefon eine 3,5-mm-Klinkenbuchse zum Anschluss handelsüblicher Kopfhörer. Zur Akkulaufzeit machte Sony Ericsson keinerlei Angaben.

Während Sony Ericsson Symbian-Smartphones jenseits der Xperia-Reihe vorgestellt hat, wurde das erste Android-Smartphone des Herstellers in die Xperia-Modellreihe integriert. Sony Ericsson versicherte, dass der Hersteller auch weiterhin Mobiltelefone auf Basis von Windows Mobile, Symbian und neuerdings Android entwickeln wird.

Sony Ericsson will das Xperia X10 im ersten Quartal 2010 zum Preis von 700 Euro ohne Vertrag auf den Markt bringen. Ebenfalls im ersten Quartal 2010 soll das Bluetooth-Stereo-Headset MW600 auf den Markt kommen. Es kostet 60 Euro und besitzt ein Display für Statusinformationen.  (ip)


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