Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0910/70728.html    Veröffentlicht: 27.10.2009 08:58    Kurz-URL: https://glm.io/70728

Microsoft öffnet Outlook

Entwickler erhalten direkten Zugriff auf Outlook Personal Folders (.pst)

Microsoft will das Dateiformat für Outlook Personal Folders (.pst) öffnen, so dass Dritte es implementieren können. So soll der Zugriff auf in Outlook gespeicherte Daten mit beliebiger Software und auf beliebigen Plattformen möglich werden.

Microsofts Groupware-Client Outlook speichert seine Daten in sogenannten Outlook Personal Folders, die in Form von .pst-Dateien auf der Festplatte liegen. Zwar können Entwickler auch heute schon auf die darin abgelegten Informationen über das Messaging API (MAPI) und das Outlook Object Model zugreifen, dazu muss aber auf dem Client Outlook installiert sein.

Künftig will Microsoft Entwicklern direkten Zugriff auf die .pst-Dateien gewähren und das Dateiformat dazu dokumentieren. Diese sollen dann Daten in .pst-Dateien lesen und schreiben können, unabhängig von der verwendeten Plattform oder Programmiersprache.

Die technische Dokumentation der Outlook Personal Folders soll Informationen darüber enthalten, wie Informationen in den Dateien abgelegt sind und wie Softwareapplikationen am besten auf die Daten zugreifen. Zudem soll die Struktur der Dateien beleuchtet werden, damit Entwickler wissen, wie sie durch die Ordnerstrukturen in den Dateien navigieren können.

Noch aber stehen die Arbeiten an der Dokumentation ganz am Anfang, erläutert Paul Lorimer, als Gruppenmanager bei Microsoft für die Interoperabilität von Office zuständig. Sobald die Dokumentation fertiggestellt ist, will Microsoft diese unter seiner Open Specification Promise veröffentlichen, so dass jeder das .pst-Dateiformat implementieren kann, ohne sich Gedanken über Patente machen oder Microsoft zuvor fragen zu müssen.  (ji)


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