Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0910/70370.html    Veröffentlicht: 09.10.2009 11:23    Kurz-URL: https://glm.io/70370

Left 4 Dead 2 bietet "Realismus"-Schwierigkeitsgrad

Valve plant aufwendige Werbekampagne für sein Zombie-Actionspiel

Schwer ist zu einfach? Wer sich durch gängige Actionspiele selbst in der härtesten Schwierigkeitsstufe noch locker kämpft, soll laut Valve in Left 4 Dead 2 eine echte Herausforderung finden.

Bei einer Präsentation von Left 4 Dead 2 ist einem Journalisten ein neuer Schwierigkeitsgrad namens Realism aufgefallen, den Valve angeblich vergessen hat für die Vorführung zu verstecken, so 1up.com. Realism ist nach den Angaben von Valve-Marketingchef Doug Lombardi für die Spieler gedacht, die allerhärteste Herausforderungen suchen. "Nehmt Portal als Beispiel", so Lombari. "Unsere besten internen Tester konnten sich in 30 Minuten durch dieses Spiel kämpfen, aber ein paar Wochen nach der Veröffentlichung gab es Videos auf Youtube, die die Zeit um 10 Minuten oder mehr unterboten haben."

Valve plant für Left 4 Dead 2 vier grundlegende Multiplayermodi, darunter auch einen neuen namens Scavenger. Darin müssen die vier Spieler, die als Überlebende antreten, in einem kleinen Areal möglichst viele von 16 versteckten Benzinkanistern finden, um einen Stromgenerator zu befüllen, anzuwerfen und länger als zwei Minuten betreiben zu können. Jeder Kanister bringt zusätzliche 20 Sekunden - und selbstverständlich versuchen vier Gegner als infizierte Zombies, die Überlebenden zu stoppen. Jede der fünf geplanten Kampagnen enthält eine Map mit diesem Modus.

Left 4 Dead 2 erscheint laut Valve am 17. November 2009 für Xbox 360 und PC. Gegenüber dem Vorgänger setzt Teil 2 verstärkt auf Nahkampfwaffen, darunter neben Kettensägen oder Baseballschlägern auch auf umfunktionierte Bratpfannen. Die deutsche Version erscheint mit einer USK-Freigabe ab 18 Jahren, soll aber Schnitte enthalten - welche genau, ist nicht bekannt.

Für die Kernmärkte USA und Europa plant Valve eine ungewöhnlich aufwendige Marketingkampagne mit Online- und TV-Werbung, die angeblich rund 25 Millionen US-Dollar kostet. Allerdings sind solche Zahlen generell mit Vorsicht zu genießen, weil etwa der Wert oft auf Basis von Bruttopreisen angegeben wird, aber nur Netto tatsächlich fließt.  (ps)


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