Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/70118.html    Veröffentlicht: 29.09.2009 10:04    Kurz-URL: https://glm.io/70118

Latitude Z600 - komplett drahtloses Notebook mit Always-On

Dells neues Businessnotebook wird drahtlos geladen

Dell hat in den USA eine Vorschau auf sein kommendes Businessnotebook Latitude Z600 gegeben, in dem Dell einige neue Ideen verarbeitet hat. Angefangen bei einer komplett drahtlosen Dockingstation bis hin zu einem Always-On-Modus, mit dem sich das Notebook wie ein Smartphone verhält.

Das Latitude Z600 wartet mit einer neuen Always-On-Technik auf, die Dell als Latitude-On bezeichnet. Dabei handelt es sich um ein Schnellstartbetriebssystem auf Linux-Basis, kombiniert mit einem Embedded-System, das auf einem OMAP-SoC (System-on-Chip) von Texas Instruments basiert und auf 512 MByte Flash-Speicher zu- sowie ein WLAN-Modul zurückgreifen kann.

Wird das Notebook zugeklappt, sorgt Latitude-On dafür, dass das System mit minimalem Stromverbrauch weiterläuft und beispielsweise E-Mails empfängt. Wird es wieder aufgeklappt, zeigt das Z600 die neuen E-Mails direkt an. Bis zu 12 Stunden soll das Notebook in diesem Idle-Modus mit einer Akkuladung durchhalten. Zudem steht ein erweiterter Modus zur Verfügung, der nur alle 6 Minuten nach neuen E-Mails sucht und mit einer Akkuladung etwa zwei Tage möglich sein soll.

Ein Zugriff auf die Festplatte oder die I/O-Ports ist im Always-On-Modus nicht möglich, zudem wird ein zusätzliches WLAN-Modul genutzt. Steht kein WLAN zur Verfügung, soll zudem ein optional vorhandenes UMTS-Modul verwendet werden können.

Neben einem E-Mail-Client erlaubt das Always-On-System auch den Zugriff auf Kontakte und Kalender und bringt einen auf Firefox basierenden Browser mit.

Komplett kabellos arbeiten

Mit der zugehörigen drahtlosen Dockingstation, die Dell als "Wireless Charging Stand" bezeichnet, kann das Z600 drahtlos per Induktion geladen werden. Auch sämtliche I/O-Ports können drahtlos mit der Dockingstation verbunden werden. Dazu setzt Dell auf UWB (Ultra Wide Band), um eine schnelle Funkverbindung zwischen Notebook und Dockingstation herzustellen und darüber die Signale für Video, Sound und USB zu übertragen. Am Dockingstation-Ständer befinden sich dann ein DVI- und ein Audioausgang sowie zwei USB-Anschlüsse.

Das Notebook selbst bringt Schnittstellen wie Ethernet, eSATA und Displayport sowie eine Tastatur mit, die von hinten beleuchtet wird. Das integrierte Touchpad unterstützt Multitouch-Gesten.

Neu ist auch ein Touchpad, das in die rechte Seite des Bildschirmrahmens integriert ist. Dieses "Edgetouch" erlaubt es, durch das jeweils aktive Fenster zu scrollen. Drückt der Nutzer am Fuß dieser Scrollbar, wird eine Art Starter-Widget angezeigt, aus dem sich Applikationen aufrufen lassen.

Notebook erkennt seinen Besitzer

Die Funktion FaceAware erlaubt es dem Z600, Benutzer am Gesicht zu erkennen. Möglich macht das eine integrierte 2-Megapixel-Kamera mit Autofokus. Erkennt das Gerät, dass sich ein Nutzer von ihm entfernt, wird der Arbeitsplatz gesperrt. Die Webkam kann zudem genutzt werden, um Visitenkarten zu erfassen, wozu Dell eine passende Software mitliefert.

Besonders dünn dank CULV-Prozessor

Als Prozessoren werden Intels CULV-Chips verbaut. Damit gelingt es Dell, das Z600 recht dünn und leicht zu gestalten. Es ist etwa 1,3 cm dick und bringt mit seinem 16-Zoll-Display rund 2 kg auf die Waage.

In den USA soll das Dell in Kürze für 1.999 US-Dollar zu haben sein.

Nachtrag vom 29. September 2009, 16:55 Uhr:

Hierzulande ist das Dell Latitude Z600 ab sofort zu Preisen an 1.499 Euro zu haben. Die kleinste Variante kommt mit einem Core 2 Duo SU9400 (1,40 GHz, 800 MHz FSB, 3 MByte L2-Cache), 2 GByte Speicher und einer 64 GByte großen SSD daher.  (ji)


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