Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/70105.html    Veröffentlicht: 28.09.2009 14:01    Kurz-URL: https://glm.io/70105

Spieletest: Professor Layton und die Schatulle der Pandora

Sympathisches Ermittlerduo zum zweiten Mal auf Nintendo DS unterwegs

Nintendo-DS-Besitzer brauchen weder Sherlock Holmes noch Watson - sie haben Professor Layton und seinen Begleiter Luke. Nach dem gelungenen und erfolgreichen ersten Abenteuer sind die beiden diesmal auf der Suche nach der Schatulle der Pandora - übergewichtige Hamster, Sprachausgabe und 150 neue Kopfnüsse inklusive.

Professor Layton 2
Professor Layton 2
Der Auslöser für Professor Laytons neuen Fall ist alles andere als erfreulich: Sein Mentor Dr. Schrader ist auf mysteriöse Art und Weise ermordet worden. Die schreckliche Tat hängt anscheinend mit der legendären Schatulle der Pandora zusammen - und da Schrader wohl als Nächstes eine Reise mit dem Molentary Express geplant hatte, setzen sich die beiden selbst in den Zug. Das Reiseziel ist - vorerst - unbekannt...

Wie schon im ersten Teil müssen Layton und Luke zur Auflösung des Falles nicht nur in typischer Adventuremanier zahlreiche pittoreske Orte aufsuchen und ebenso undurchsichtige, liebenswerte oder skurrile Figuren treffen, sondern vor allem zahlreiche Rätsel lösen. Etwa 150 Aufgaben halten die Entwickler diesmal bereit - und die unterscheiden sich in ihrer Art teils beträchtlich.

So gibt es klassische Schiebe- und Schalterrätsel ebenso wie kleinere Rechenaufgaben oder Kopfnüsse, bei denen um die Ecke gedacht werden muss. Dabei wirkt fast nichts aufgesetzt, alles wurde intelligent ins Spiel integriert - sei es beim Bezahlen einer Rechnung im Speisewagen des Zuges oder beim Fitnesstraining für einen übergewichtigen Hamster, den die beiden Detektive mit sich führen. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist sehr fordernd, allerdings bleibt das Spiel immer fair - zumal es die Möglichkeit gibt, Tipps für die Rätsel zu kaufen.

Der größte Pluspunkt ist wie schon im Vorgänger die gelungene Atmosphäre: Das viktorianische England wird in wunderschön warmen Bildern mit zahlreichen Details eingefangen, ein dunkler Unterton sorgt für Spannung. Neu ist zudem die umfangreiche deutsche Sprachausgabe. Auch wenn nicht jede Stimme perfekt getroffen scheint, wertet sie das Spiel zusätzlich auf.

Professor Layton und die Schatulle der Pandora ist exklusiv für Nintendo DS/i erhältlich, vollständig ins Deutsche übertragen und kostet rund 40 Euro. Die USK hat das Spiel ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Fazit

Schon das erste Professor-Layton-Spiel gilt als eines der besten DS-Abenteuer überhaupt, der Nachfolger weiß sogar noch besser zu gefallen. Nochmals verfeinerte Präsentation, stimmigere Integration der Rätsel in den Spielablauf und zusätzliche Sprachausgabe werten das spannende Abenteuer zusätzlich auf und ziehen den Spieler so sehr in den Bann, wie es nur wenige vergleichbare DS-Titel vermögen.  (tw)


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