Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69937.html    Veröffentlicht: 18.09.2009 15:29    Kurz-URL: https://glm.io/69937

QWebClient und Wt - Webschnittstellen für C++-Anwendungen

Thin-Client für Qt und Bibliothek zur Erstellung von Webapplikationen in C++

Morten Sorvig hat mit QWebClient eine Art Thin-Client für Qt-Applikationen geschrieben. Diese können damit ein Web-Front-End zur Verfügung stellen. Inspiriert wurde er von Wt, einer C++-Bibliothek, mit der sich interaktive Webapplikationen entwickeln lassen.

QWebClient startet einen HTTP-Server innerhalb einer Qt-Applikation, so dass auf diese mit dem Browser zugegriffen werden kann. Noch ist das Ganze eher ein Forschungsobjekt, das sich auf einfache Formulare beschränkt.

Qt-Applikationen sollen sich so mit wenigen Codezeilen um ein Web-Front-End erweitern lassen. Den aktuellen Status beschreibt Sorvig in einem Blogeintrag.

Die Idee für QWebClient entstand durch Wt (gesprochen "Witty"), eine C++Bibliothek zur Entwicklung interaktiver Webapplikationen. Wt orientiert sich an GUI-APIs und nimmt Entwicklern alle webspezifischen Details ab, einschließlich Ereignisverarbeitung, Grafikunterstützung und URLs.

Dabei nutzt Wt Techniken wie Ajax, um die in C++ geschriebenen Applikationen fürs Web umzusetzen, stellt aber auch einfachere Varianten bereit, falls ein Browser kein Javascript unterstützt. Für Entwickler spielt das keine Rolle, sie konzentrieren sich auf ihre C++-Applikation.

Gedacht ist Wt beispielsweise für Embedded-Anwendungen, die davon profitieren, dass eine entsprechende C++-Applikation recht kompakt ist, sich aber doch mit dem Browser steuern lässt. Zudem soll sich Web-Front-End auf diesem Weg leicht mit C++-Applikationen integrieren lassen.

Entwickelt wird Wt von Emweb. Die Software ist Open Source, steht unter der GPL und kann unter webtoolkit.eu/wt heruntergeladen werden.  (ji)


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