Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69843.html    Veröffentlicht: 15.09.2009 14:09    Kurz-URL: https://glm.io/69843

Openoffice.org startet Kampagne gegen Download-Abofallen

Suchmaschinenanbieter werden zu aktiver Unterstützung aufgefordert

Das Projekt Openoffice.org startet eine Kampagne gegen sogenannte Download-Abofallen. Es geht um Anbieter, die eigentlich kostenfreie Software gegen Geld anbieten und die Kosten dabei wenig auffällig auf ihren Webseiten aufführen.

Gerade Projekte wie Openoffice.org sind von Abofallen betroffen. Durch Platzierung von Werbung bei Suchmaschinen versuchen Anbieter den Eindruck zu erwecken, bei ihren Seiten handle es sich um die offiziellen Projektseiten. Die Seiten werden so gestaltet, dass den meisten Anwendern erst beim Eintreffen der Rechnung bewusst wird, dass sie sich auf ein kostspieliges Abonnement eingelassen haben und für den andernorts kostenfreien Download nun bezahlen sollen.

Dagegen will Openoffice.org mit einer Kampagne angehen: "Schon seit langem müssen wir beobachten, wie zahllose schwarze Schafe mit teils massiven Drohgebärden gegen unbedarfte Nutzer vorgehen und dabei nicht nur den guten Ruf freier Software schamlos ausnutzen, sondern ihr dreistes Geschäftsmodell zudem noch auf den Verdiensten hunderter Ehrenamtlicher aufbauen. Weder Gerichte noch Verbraucherschutzzentralen haben bislang wirklich etwas dagegen unternehmen können", sagt Florian Effenberger, einer der Marketingverantwortlichen im Projekt Openoffice.org.

Mit der heute gestarteten Kampagne wollen die Open-Source-Aktivisten ein Zeichen setzen und insbesondere bei Suchmaschinenbetreibern um aktive Unterstützung werben. Diese würden "als Teil des Abzocksystems benutzt und verdienen mit jeder Anzeige zudem noch bares Geld."

Im Rahmen der Kampagne hat das Open-Source-Projekt eine Übersichtsseite mit Informationen und Hintergrundartikeln zusammengestellt, die die häufigsten Fragen betroffener Nutzer beantworten sollen. Zudem ruft Openoffice.org dazu auf, unter abgezockt@openoffice.org entsprechende Seiten zu melden und von eigenen Erfahrungen zu berichten. Anhand der Einsendungen, die vertraulich behandelt werden, sollen Suchmaschinen gezielt um ihre Mitarbeit gebeten werden.  (ji)


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