Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69744.html    Veröffentlicht: 11.09.2009 09:48    Kurz-URL: https://glm.io/69744

Cliq und Dext - erstes Android-Smartphone von Motorola

Smartphones sollen mit Motoblur sozialer werden

Motorola hat seine ersten Smartphones mit Googles Betriebssystem Android vorgestellt, das Motorola um die eigene Oberfläche Motoblur erweitert hat. Motoblur soll bei der Kommunikation helfen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen in einer Oberfläche zusammenführen.

Motorola startet seine Android-Serie mit einem Modell, das in den USA als Cliq und in Europa als Dext auf den Markt kommt. Beide setzen Motoblur ein. Die von Motorola entwickelte Software fasst Kommunikation per E-Mail und aus sozialen Netzwerken zusammen. Nutzer werden so über neue Kontakte, Fotos und Statusupdates aus Facebook, Twitter, Myspace, Google Mail sowie über berufliche und private E-Mails direkt auf dem Home-Bildschirm des Telefons informiert.

Mit Motoblur soll es nicht mehr notwendig sein, verschiedene Applikationen zur Kommunikation zu öffnen und zu schließen. Stattdessen stellt die Software die Kommunikation in Widgets dar. Ändert ein Kontakt seine Daten, soll dies unverzüglich auf dem Telefon zu sehen sein.

Als erstes Smartphone mit Motoblur kommt das Cliq in den USA im Herbst 2009 auf den Markt. Dabei handelt es sich um ein UMTS-Gerät, das mit GSM-Quad-Band-Technik, HSDPA mit bis zu 7,2 MBit/s im Downstream sowie GPRS und EDGE (jeweils Klasse 12) ausgestattet ist. Für Ortungsfunktionen ist ein GPS-Empfänger integriert.

QWERTY-Tastatur zum Aufschieben für bequemes Tippen

Das Cliq verfügt über einen 3,1 Zoll großen Touchscreen mit 320 x 480 Pixeln Auflösung sowie eine ausschiebbare QWERTY-Tastatur. Die im Querformat nutzbare Tastatur ist mit vier Tastenreihen versehen und bietet auf der linken Seite eine Navigatortaste zur Steuerung des Geräts oder eines Textcursors. Im Unterschied zu anderen Android-Smartphones fehlen dem Motorola-Gerät einige typischen Tasten. So fehlt eine Suchentaste, um bequem Informationen zu finden. Auch eine grüne Taste zum Annehmen von Telefonaten sowie einen roten Knopf zum Auflegen gibt es nicht.

Die Akkulaufzeit (1.420 mAh) des 163 Gramm schweren Geräts gibt Motorola mit rund 13 Tagen Stand-by bei 6 Stunden Sprechzeit an, ohne dies nach GSM- und UMTS-Nutzung aufzuschlüsseln. Da üblicherweise die Akkusprechzeiten im GSM-Betrieb länger als im UMTS-Netz sind, ist davon auszugehen, dass es sich hier um die Werte bei GSM-Nutzung handelt. Im UMTS-Betrieb würde die Sprechzeit also deutlich geringer ausfallen.

Darüber hinaus beherrscht das Gerät Bluetooth und WLAN nach 802.11b/g, bringt eine 3,5-mm-Klinkenbuchse sowie einen USB-Hostanschluss mit. Die integrierte Autofokuskamera verfügt über eine Auflösung von 5 Megapixeln, deren Bilder auf MicroSD-Karten gespeichert werden können, wobei Motorola eine 2-GByte-Karte mitliefert. Videos zeichnet das Gerät nur im Format H.263 in 480 x 320 Pixeln Auflösung bei 24 Bildern pro Sekunde auf. Abspielen lassen sich auch Videos in H.264.

Als Betriebssystem kommt Android 1.5 zum Einsatz, was auch einen Webkit-basierten Browser, einen E-Mail-Client für POP3 und IMAP sowie Push-E-Mail umfasst.

Das Motorola Cliq mit Motoblur soll ab Herbst in den USA exklusiv über T-Mobile vertrieben werden, Preise nannte Motorola noch nicht. In Großbritannien und Frankreich wird Orange das Gerät unter dem Namen Dext exklusiv anbieten, in Spanien Telefónica und in Lateinamerika America Movil. Ob, wann und bei welchem Mobilfunkanbieter es in Deutschland zu haben sein wird, ist noch nicht bekannt.

Ende August 2009 machte das Gerücht die Runde, dass Motorola in dieser Woche gleich drei Android-Smartphones vorstellen wird. Wie sich nun zeigt, hat Motorola lediglich ein Smartphone-Modell gezeigt. Ob hier in diesem Jahr noch weitere Ankündigungen von Android-Smartphones von Motorola zu erwarten sind, ist nicht bekannt.  (ji)


Verwandte Artikel:
Honor 7X, Moto X4 und U11 Life im Test: Drei gute Alternativen zu teuren Smartphones   
(13.12.2017, https://glm.io/131619 )
Android 8.0: Lenovos Oreo-Plan für Moto-Smartphones hat Lücken   
(15.09.2017, https://glm.io/130094 )
Moto X4 im Hands on: Lenovos Preis-Leistungs-Kracher   
(01.09.2017, https://glm.io/129825 )
Desktop-PC: Lenovo plant Mehrheitsübernahme der PC-Sparte von Fujitsu   
(02.11.2017, https://glm.io/130932 )
Huawei: Erste P10-Nutzer bekommen Oreo-Upgrade   
(02.03.2018, https://glm.io/133118 )

© 1997–2020 Golem.de, https://www.golem.de/