Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69708.html    Veröffentlicht: 09.09.2009 15:50    Kurz-URL: https://glm.io/69708

Leica stellt M9 mit Vollformatsensor vor

Messsucherkamera mit manueller Scharfstellung

Der deutsche Traditionshersteller Leica hat mit der M9 in New York eine neue Messsucherkamera mit Vollformatsensor im Format 24 x 36 mm vorgestellt. Sie arbeitet wie eine Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiven, jedoch schaut der Fotograf beim Blick in den Sucher nicht durch das Objektiv.

Bei der manuellen Scharfstellung muss der Benutzer zwei leicht versetzte Bilder im Sucher zur Deckung bringen. Einen Autofokus gibt es nicht. Die Leica M9 nimmt mit ihrem CCD-Sensor 18 Megapixel auf. Die Lichtempfindlichkeit reicht von ISO 80 bis 2.500.

Der verwendete Sensor wurde speziell für die M9 entwickelt und erlaubt es, auch alte Objektive zu verwenden, auch solche für die Leica M3 aus dem Jahre 1954. Dabei unterstützt die M9 auch eine manuelle Objektiverkennung.

Auf der Kamerarückseite befindet sich unter anderem ein 2,5 Zoll großes Display, mit dem die Menüsteuerung und die Aufnahmekontrolle vollführt wird. Live-View ist nicht möglich.

Die Leica M9 wird mit Adobe Photoshop Lightroom ausgeliefert, das das von der Kamera produzierte DNG-Rohdatenformat entwickeln kann. Außerdem nimmt die Kamera auch in JPEG auf. Ein Bild ist unkomprimiert ungefähr 36 MByte groß. Die Leica bietet außerdem ein schwach komprimiertes DNG an, das nur 18 MByte Speicherplatz benötigt. Ein JPEG ist zwischen 2 und 10 MByte groß. Die Kamera unterstützt den Adobe-RGB- und den sRGB-Farbraum.

Keine Filmaufnahmen möglich

Die Leica M9 speichert auf SD-(HC-)Karten. Filmen kann sie nicht. Die Belichtungsgeschwindigkeit reicht von 1/4.000 bis 32 Sekunden. Die Serienbildgeschwindigkeit beziffert Leica mit 2 Fotos pro Sekunde und 8 Bildern in Serie. Danach legt die Kamera eine kurze Speicherpause ein.

Die Kamera wird über einen Lithium-Ionen-Akku mit Strom versorgt. Wie viel Bilder sie damit machen kann, gab Leica nicht an. Der obere und untere Gehäusedeckel der Leica M9 besteht aus Messing, das Chassis aus einer Magnesiumlegierung. Die Griffteile sind mit Kunstleder beklebt.

Leicas Kameras werden auch heute noch in Handarbeit hergestellt, was rund sieben Stunden Arbeit pro Gerät dauert.

Das Gehäuse der Leica M9 misst 139 x 37 x 80 mm und wiegt inklusive Akku, aber ohne Objektiv rund 585 Gramm. Sie wird ab sofort ausgeliefert und soll in den kommenden Tagen im Handel in zwei Farbstellungen erhältlich sein - Schwarz und Stahlgrau. Die Kamera kostet jeweils 5.495 Euro.  (ji)


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