Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69590.html    Veröffentlicht: 04.09.2009 09:18    Kurz-URL: https://glm.io/69590

Microsoft erzielt Punktsieg gegen Word-Verkaufsverbot

Berufungsgericht entscheidet zugunsten von Microsoft

Das höchste Berufungsgericht der USA hat das drohende Verkaufsverbot für Microsoft Word erst einmal abgewendet. Die Berufungsverhandlung ist am 23. September 2009.

Microsoft hat beim US-Bundesberufungsgericht eine vorläufige Aussetzung des Verkaufsverbots für die Textverarbeitung Word erreicht. Die kanadische Firma i4i hatte bei einem Gericht in Texas am 11. August 2009 ein Verkaufsverbot erstritten. Betroffen sind die Versionen 2003 und 2007 der Textverarbeitung sowie die kommende Version in Office 2010, mit denen sich .xml-, .docx- oder .docm-Dateien bearbeiten lassen.

"Wir sind erfreut über das Ergebnis und werden am 23. September unsere Argumente in der Hauptsache vorlegen", erklärte Microsoft-Sprecher Kevin Kutz.

Microsoft betreibe "Angstmacherei", entgegnete i4i und bekräftigte, dass das Unternehmen sich seiner Positionen sicher sei. Der weltgrößte Softwarekonzern hatte gegenüber dem US-Bundesberufungsgericht erklärt, dass sich der Prozess in einen Amoklauf verwandelt habe. Es gelte, einen Justizirrtum zu verhindern. I4i-Aufsichtsratschef Loudon Owen sagte, er sei sich sicher, dass das endgültige Urteil zugunsten seiner Firma ausfallen werde. Microsoft habe wissentlich die Patente von i4i verletzt, weshalb die Verhängung des Verkaufsverbots gegen MS Word rechtens gewesen sei. Das werde auch die Berufungsverhandlung ergeben, so Owen.  (asa)


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