Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69484.html    Veröffentlicht: 01.09.2009 12:25    Kurz-URL: https://glm.io/69484

Das Handy als Joggingbegleiter

Software für Jogger als Beispiel für mobile Dienste der Zukunft

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken hat eine Software mit dem Namen uRun herausgebracht, die auf die Bedürfnisse von Feierabendsportlern zugeschnitten ist. Sie soll zeigen, wie mobile Onlinedienste künftig aussehen können.

Die Software macht das Mobiltelefon zum persönlichen Trainer des Nutzers: Sie ermöglicht beispielsweise die Verabredung zum Dauerlauf nach Feierabend. Haben sich die Läufer zusammengefunden, ermittelt das Gerät über seinen GPS-Chip deren aktuelle Position und schlägt ihnen geeignete Strecken in der Nähe vor.

Handy als Messgerät

Nach dem Start macht die Software das Smartphone dann zum Mess- und Überwachungsgerät: Über eingebaute Sensoren werden Daten wie die Herzfrequenz und die Geschwindigkeit des Läufers erfasst und von der Software ausgewertet. Stellt uRun fest, dass der Läufer sich überanstrengt, warnt es ihn und gibt ihm Hinweise, wie er sein Training anpassen soll.

Internetnutzung auf mobilen Geräten werde in Zukunft immer wichtiger, erklärt Dirk Werth, Leiter Business Integration Technologies am DFKI. Ziel des DFKI sei die Entwicklung eines Systems, das Mobiltelefonbesitzern mit technischen Grundkenntnissen die Nutzung solcher mobiler Dienste im Alltag ermöglicht. Das frisch angelaufene Projekt uService, zu dem uRun gehört, soll ein Beispiel für solche mobilen Dienste der Zukunft geben.

Mobile Dienste der Zukunft

Das System soll zunächst bei der Suche nach solchen Diensten helfen. Hat der Nutzer einige gefunden und abonniert, soll das System sie auf die persönliche Situation anpassen. Im Fall von uRun bedeutet das: Der Nutzer erhält nur Einladungen zum Laufen, wenn sich die Gruppe in seiner Umgebung befindet und wenn deren Leistungsstand dem seinen entspricht. Natürlich hat das System auch geprüft, ob der Terminkalender für dieses Datum keine anderen Verabredungen aufweist.

Wirth glaubt, dass solche mobilen Dienste künftig ein fester Bestandteil unseres Lebens sein werden. Der persönliche Fitnesstrainer für das Mobiltelefon sei nur der erste Schritt. "In Zukunft erwartet uns unser persönlicher Assistent, der uns in allen Lebenslagen aktiv und tatkräftig unterstützt, auf unserem Mobiltelefon." Hier entstünden viele neue Geschäftsmodelle - für die Telekommunikationsanbieter ebenso wie für Dienstleistungsunternehmen.  (wp)


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