Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0909/69467.html    Veröffentlicht: 01.09.2009 09:17    Kurz-URL: https://glm.io/69467

Canon EOS 7D: Zwischen 50D und 5D Mark II

Full-HD-Videos, aber kein Vollformatsensor

Mit der EOS 7D füllt Canon die Lücke in seiner digitalen Spiegelreflexreihe zwischen der EOS 50D und der EOS 5D Mark II. Wie die 50D verfügt auch 7D über einen APS-C-Sensor, allerdings mit höherer Auflösung. Zudem ist die 7D schneller, macht acht Bilder pro Sekunde und nimmt Videos in Full-HD auf.

Herzstück der Canon EOS 7D ist der Dual-Digic-4-Prozessor, der die Daten des CMOS-Sensors mit 18 Megapixeln (5.184 x 3.456 Pixel) verarbeitet. Zum Vergleich: Die EOS 50D macht Bilder mit 15,1 Megapixeln, die 5D Mark II mit 21,4 Megapixeln. Der CMOS-Sensor der 7D soll dabei dank überarbeiteter Fotodioden- und Mikrolinsenkonstruktion bessere Bilder auch bei hohen ISO-Werten liefern. Maximal kann mit ISO 12.800 fotografiert werden.

Autofokus mit 19 Kreuzsensoren

Auch das Autofokussystem wurde optimiert und arbeitet mit 19 Kreuzsensoren. Das Autofokussystem bietet eine Reihe manueller und automatischer Einstellungen, einschließlich eines Zonen-AF- und eines Spot-AF-Modus zur Nachführung und Scharfstellung auf das Hauptmotiv. Die Autofokuseinstellungen lassen sich individuell anpassen, um schnell und direkt auf Veränderungen im Motiv reagieren zu können. Unterschiedliche AF-Messfelder können auf vertikale oder horizontale Kameraausrichtung voreingestellt werden.

Intelligent Focus Colour Luminance

Das neue Belichtungsmesssystem iFCL (Intelligent Focus Colour Luminance) misst Schärfe, Farbe und Helligkeit in 63 Bereichen. Ein Dual-Layer-Sensor soll mit einer rot- und einer blauempfindlichen Schicht für eine besonders genaue und gleichmäßige Belichtung sorgen.

Der Sucher deckt 100 Prozent des Gesichtsfeldes ab und bietet einen Abbildungsmaßstab von 1:1 - mit einem 50-mm-Objektiv in Unendlich-Einstellung bei -1 dpt - und zeigt das Motiv in Realgröße. Der Sucher arbeitet nicht mit auswechselbaren Mattscheiben, sondern mit einem lichtdurchlässigen LCD, was die Einblendung diverser Bildinformationen erlaubt, beispielsweise Gitternetzlinien oder eine elektronische 3D-Wasserwaage. Letztere zeigt die Neigung der Kamera entlang der Quer- und Längsachse.

Videos in voller HD-Auflösung

Die EOS 7D nimmt neben Fotos auch Videos aus, in voller HD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln bei maximal 29,97 Bildern pro Sekunde. Mit einer speziellen Movie-Taste kann direkt aus dem Fotomodus eine Bewegtbildaufnahme gestartet werden, ohne einen Moduswechsel vornehmen zu müssen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Belichtung und Bildfrequenz manuell einzustellen. So kann zum Beispiel die Standardeinstellung von 25 Bildern pro Sekunde für TV-Formate auf 24 Bilder pro Sekunde für das typische Kinofeeling verändert werden.

Integrierter Speedlite-Transmitter

Die EOS 7D verfügt zudem über einen integrierten Speedlite-Transmitter, der mehrere externe Canon-Speedlite-Blitzgeräte ohne zusätzliches optionales Zubehör steuern kann. Hinzu kommt ein integrierter Blitz, der auch manuell gesteuert werden kann.

LCD mit minimalen Reflexionen

Das LCD auf der Rückseite verfügt über eine Diagonale von 3 Zoll mit 920.000 Bildpunkten und einem Betrachtungswinkel von 160 Grad: Reflexionen sollen durch die Eliminierung des Luftspalts zwischen der LCD-Schutzabdeckung und dem Flüssigkristall minimiert werden. Wie bei der EOS 5D Mark II befindet sich seitlich am Display ein Umgebungslichtsensor zur automatischen Anpassung der Helligkeit je nach Umgebungshelligkeit.

Individuelle Bedienung

Die Bedienfunktionen der EOS 7D können individuell angepasst werden. Häufig genutzte Funktionen und Einstellungen lassen sich so konfigurieren, dass die Einstellungen in kritischen Aufnahmesituationen schnell geändert werden können. Für das Gehäuse wurde eine Magnesiumlegierung verwendet, was für eine leichte und trotzdem robuste Konstruktion sorgen soll.

Gespeichert werden die Fotos auf CF-Karten, samt UDMA-Unterstützung.

Die Canon EOS 7D wiegt ohne Akku und Speicherkarte 820 Gramm und soll ab Anfang Oktober ohne Objektiv für 1.649 Euro erhältlich sein. Im Paket mit einem EF-S 18-135 IS soll sie 1.999 Euro kosten, mit einem EF-S 15-85 IS USM 2.299 Euro.  (ji)


Verwandte Artikel:
Canon: Zwei neue DSLRs für Einsteiger   
(27.02.2018, https://glm.io/133012 )
Olympus stellt Einsteiger-Spiegelreflexkamera vor   
(01.09.2009, https://glm.io/69463 )
K-1 Mark II: Pentax bietet Sensorwechsel für seine Vollformat-DSLR an   
(23.02.2018, https://glm.io/132944 )
Digitalfotografie: Nikon stellt Telezoom mit 1,4fach-Konverter vor   
(09.01.2018, https://glm.io/132046 )
Ricoh: Neue Pentax-Objektive für APS-C- und Vollformat-Kameras   
(27.10.2017, https://glm.io/130839 )

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/