Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0908/69259.html    Veröffentlicht: 21.08.2009 19:38    Kurz-URL: https://glm.io/69259

Aliens vs. Predator - Marines leiden sehen

Spielen von Aliens auf der Gamescom in Aktion gezeigt

In Aliens vs. Predator durch die Gänge schleichen, Marines töten und Zivilisten als Wirtskörper ernten; auf der Gamescom zeigte Sega erstmals das Spiel aus der Sicht eines Aliens. Ob das Spiel in Deutschland erscheinen wird, ist dabei fraglich.

Aliens vs. Predator wird Single- und Multiplayermodi bieten. Bis zu 18 Spieler können dabei gegeneinander antreten - entweder zu gleichen Teilen auf Aliens, Marines und Predatoren verteilt oder verteilt auf zwei der beiden Spezies. Einen kooperativen Vierspielermodus, in dem Marines gespielt werden können, wird es auch geben.

Während Marines mit ihrer Technik ums Überleben kämpfen und Zivilisten schützen müssen, stehen ihnen Maschinengewehre, Flammenwerfer, Granaten und Selbstschussanlagen zur Verfügung. Die Aliens hingegen gehen mit Klauen und Stacheln in den Nahkampf, können sich an Wänden und Decken wie auf dem Boden bewegen, durch die Gegend springen und durch Schächte klettern.

Aus dem Schatten zuschlagen

Als Alien muss die Umgebung ausgenutzt werden, um möglichst nahe und unentdeckt an die Marines heranzukommen. Lampen lassen sich ausschlagen oder umkippen und Stromleitungen können gekappt werden, um elektrische Barrieren oder große Ventilatoren auszuschalten. Im Schatten sind Aliens kaum zu sehen und haben es leichter, die Gegner zu überraschen.

Damit beim Klettern nicht die Orientierung verloren geht, zeigt ein T-ähnliches Fadenkreuz, ob das Alien gerade an der Decke hängt. Schächte werden optisch hervorgehoben, um sie leichter zu finden. Auch in Reichweite befindliche Sprungziele lassen sich leicht durch optische Hilfen finden.

Mit den Augen eines Aliens

Helles Licht führt bei der leichten Fischaugenoptik der Alienaugen zu einer eingeschränkten Wahrnehmung zumindest am Rande des Sichtfelds. Durch die Pheromonwahrnehmung der Aliens können Menschen auch ohne direkten Sichtkontakt etwa durch Wände hindurch wahrgenommen werden.

Einfach drauflosstürmen kann für ein Alien gefährlich werden, denn insbesondere Flammenwerfer können empfindlichen Schaden anrichten. Wenn es der Alienspieler aber in die unmittelbare Nähe des Marines geschafft hat, ist es um diesen schnell geschehen.

Während der Gamescom-Präsentation war nur ein kleiner Teil der unterschiedlichen Todesanimationen zu sehen. Die virtuellen Marines starben dabei aufgespießt auf dem Stachelschwanz, blutspuckend und mit aufgerissenen Augen auf den Alienspieler zurutschend.

Alternativ wurde ihnen der Stachel oder die Zweitkiefer effektvoll in oder besser durch den Kopf gerammt. Zerteilt werden die Menschen auch schon mal, wobei durch den Nahkampf leider alles zu gut zu erkennen ist.

Aliens vs. Predator wird es wegen der drastischen Gewaltdarstellung vermutlich schwer haben, eine Altersfreigabe durch die USK zu erhalten. Die Gewaltdarstellung ist zumindest beim Spiel des Aliens nichts für schwache Nerven. Sega will das Spiel zwar bei der USK einreichen, aber die Entwickler werden es nicht beschneiden. Das lässt einen Vertrieb in Deutschland derzeit sehr fraglich erscheinen.

Aliens vs. Predator soll im Februar 2010 für Windows-PCs, Xbox 360 und Playstation 3 erscheinen.  (ck)


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