Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0908/69255.html    Veröffentlicht: 21.08.2009 16:39    Kurz-URL: https://glm.io/69255

Der Elektro-Smart geht in die Serienfertigung

Tesla-Motors-Gründer lässt Klage gegen ehemaligen Arbeitgeber fallen

Start frei für den elektrisch betriebenen Smart: Im November 2009 läuft die Produktion im französischen Hambach an. Gute Nachrichten für Daimler-Partner Tesla Motors: Der geschasste Unternehmensgründer Martin Eberhard hat seine Klage gegen das Unternehmen zurückgezogen.

Der deutsche Automobilhersteller Daimler hat angekündigt, den Smart mit Elektroantrieb ab Mitte November in Serie zu fertigen. Die ersten Elektroautos, die im nordostfranzösischen Hambach gebaut werden, sollen Ende des Jahres ausgeliefert werden. Vorerst stehen sie jedoch nur Leasingkunden zur Verfügung, unter anderem für das Berliner Pilotprojekt E-Mobility. Endkunden können den E-Smart erst 2012 kaufen. Über den Preis macht Daimler keine Angaben.

Der smart fortwo electric drive wird von einem 30-kW-Permanentmagnetmotor im Heck angetrieben, der das Fahrzeug in 6,5 Sekunden von 0 auf 60 beschleunigt. Da der Smart als Stadtfahrzeug konzipiert ist, ist seine Höchstgeschwindigkeit auf 100 km/h beschränkt.

115 km mit einer Akkuladung

Als Stromspeicher dient ein Lithium-Ionen-Akku, der platzsparend zwischen den Achsen sitzt. Geliefert wird er vom US-Unternehmen Tesla Motors, an dem Daimler im Mai 2009 einen Anteil von 10 Prozent übernommen hat. Mit einer Ladung, die laut Hersteller etwa 2 Euro kostet, kommt der Fahrer etwa 115 km weit.

Getankt wird an der normalen Haushaltssteckdose mit 230 Volt. Die genaue Ladezeit ist unklar. Um den Akku vollständig zu laden, reiche eine Nacht "in jedem Fall aus", erklärt Daimler. Nach drei Stunden an der Steckdose habe der Akku genug Kapazität für 30 bis 40 km.

Klage gegen Tesla Motors fallengelassen

Unterdessen hat Martin Eberhard, Gründer von Tesla Motors, eine Klage gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber fallengelassen, berichtet die Zeitung Silicon Valley/ San Jose Business Journal.

Ende Mai hatte Eberhard Tesla Motors und dessen jetzigen Chef Elon Musk wegen Verleumdung, übler Nachrede sowie wegen Vertragsbruchs verklagt. Nach Angaben seines Anwalts hat Eberhard Anfang August die Einstellung des Verfahrens beantragt - einen Tag, nachdem der Richter einen Antrag von Tesla Motors auf Einstellung zurückwies. Einzelheiten wolle Eberhard jedoch erst Ende September bekanntgeben, sagte der Anwalt.  (wp)


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