Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0908/69063.html    Veröffentlicht: 14.08.2009 11:07    Kurz-URL: https://glm.io/69063

Sky verlässt T-Home Entertain (Update)

Pay-TV ab Ende September 2009 nicht mehr im IPTV-Angebot der Telekom

Über T-Home-Entertain können ab 25. September 2009 keine Fernsehsender von Sky Deutschland mehr empfangen werden. Das zuvor als Premiere bekannte Pay-TV-Unternehmen hatte im Juli 2009 bereits den IPTV-Exklusivvertrag mit der Telekom einseitig gekündigt - Anlass soll ein Telekom-Werbespruch gewesen sein.

Auch wenn Sky die IPTV-Übertragung über T-Home Entertain zum 25. September 2009 einstellen will und dies bestätigt hat, sind nach Angaben eines Telekom-Sprechers derzeit noch alle Wege offen. Sowohl der Rechtsstreit über die außerordentliche Kündigung als auch Verhandlungen würden noch laufen - dennoch erfuhr die Telekom erst über Presseberichte vom Einstellungstermin.

Die Telekom hatte gegen die Kündigung durch Sky geklagt und eine einstweilige Verfügung erwirkt, gegen die Sky Widerspruch einlegte. Dieser Prozess läuft laut der Telekom noch. Als Auslöser für die Streitigkeiten wird eine Telekom-Werbung für das T-Home-Fernsehangebot Liga Total gehandelt. In dieser hieß es: "Liebe Premiere-Kunden, gehen Sie bloß nicht in die Verlängerung!" - eine Aufforderung zur Kündigung, die auf wenig Gegenliebe bei Premiere/Sky gestoßen sein dürfte.

Sollte es Sky gelingen, frühzeitig aus dem Exklusivvertrag mit der Telekom herauszukommen, wäre das eine Chance für andere IPTV-Anbieter. Mittlerweile haben fast alle großen Internetprovider auch eigene IPTV-Angebote, zudem gibt es verschiedene eigenständige IPTV-Dienste.

Nachtrag vom 14. August 2009, 12:30 Uhr:

Ein Sky-Deutschland-Sprecher erklärte gegenüber Golem.de, dass die einstweilige Verfügung der Telekom sich nur gegen den ersten Kündigungstermin, den 31. Juli 2009 gerichtet habe. Der nächste außerordentliche Kündigungstermin sei der 29. September 2009 - bis dahin sei auch nichts an der Kündigung zu rütteln und es liege noch keine weitere einstweilige Verfügung vor. Die Kündigung erfolge wegen des geschäftsschädigenden Verhaltens der Telekom - was aber keine Gespräche mit ihr ausschließe.  (ck)


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