Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0908/68989.html    Veröffentlicht: 12.08.2009 08:41    Kurz-URL: https://glm.io/68989

tr.im lebt weiter

Verantwortungsvoller Käufer gesucht

Eigentlich war das Aus für den Weblinkverkürzer tr.im besiegelt, doch nach heftigen Protesten will Nambu Network den Dienst nun doch weiterbetreiben. Die Betreiber untermauern aber ihre Kritik an Twitter.

Wegen der überwältigenden Feedbacks habe man beschlossen, tr.im wieder zu reaktivieren, heißt es in einem Blogeintrag der Betreiber des Dienstes. Zuvor hatte Nambu das Eintragen neuer Links deaktiviert. Die hohe Zahl der eingetragenen URLs und der Redirects sorge für hohen Aufwand bei der Entwicklung und erfordere einen Ausbau der Server - Kosten, die Nambu nicht durch den Betrieb von tr.im finanzieren könne.

Nun aber geht es doch, und tr.im nimmt wieder neue URLs an. Allerdings unterstreicht Nambu seine Kritik an Twitter, denn der Micro-Blogging-Dienst hat tr.ims Konkurrenten bit.ly in die eigene Plattform integriert. Links, die auf Twitter eingetragen werden, werden automatisch durch bit.ly-URLs ersetzt. Das gilt auch für URLs von tr.im. Daher gebe es für tr.im keine Chance, den Wettbewerb mit bit.ly zu gewinnen.

Da die grundlegenden Probleme für tr.im sich aber nicht geändert haben, sucht Nambu weiter nach einem Käufer. Dabei soll sichergestellt werden, dass der Käufer die Plattform nicht nur erwirbt, um die Links zu missbrauchen. Die Integration von Unterbrecherwerbung will Nambu nicht verfolgen.  (ji)


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