Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0908/68814.html    Veröffentlicht: 04.08.2009 16:27    Kurz-URL: https://glm.io/68814

Das UDO-Format lebt weiter

Übernahme der Plasmon-Besitztümer und -Mitarbeiter offenbar gelungen

Die Zukunft des UDO-Formats ist offenbar trotz des Scheiterns von Plasmon gesichert. Das Unternehmen Alliance Storage Technologies (ASTI) hat den Betrieb rund um den Anwärter auf die MO-Nachfolge wieder aufnehmen können.

Plasmon musste sich im Oktober 2008 vor seinen Gläubigern schützen. Im Januar 2009 kaufte der langjährige Partner Alliance Storage Technologies die Überreste der Firma und war seither damit beschäftigt, den Support und die Produktion wieder in Gang zu bringen.

Den Agaben von Alliance Storage Technologies zufolge hat die Firma die Produktion von UDO-Laufwerken und Medien wieder aufgenommen. Außerdem steht ASTI für Supportverträge zur Verfügung und auch alte 5,25-Zoll-MOs werden genauso weiterverkauft wie 12 Zoll große TrueWORM-Datenträger.

Die UDO-Disc, kurz für Ultra Density Optical, sollte eigentlich die MO-Libraries beerben und damit ein wichtiger Nachfolger für ein Archivmedium werden. Die magnetooptische Disc selbst wurde langsam zu klein: Mehr als 9,1 GByte konnten auf einer 5,25-Zoll-Cartridge nicht gespeichert werden. Zudem verabschiedeten sich Fujitsu und Sony langsam von dem mittlerweile 20 Jahre alten Format.

Die UDO, die es seit Mitte 2007 in der zweiten Generation gibt, kann hingegen bis zu 60 GByte auf ihren zwei Seiten speichern. Sie basiert, ähnlich wie Sonys Blu-ray und der mittlerweile eingestellte Ableger Professional Disc for Data (PDD), auf einem blauen Laser und schafft es so, hohe Kapazitäten zu erreichen, die bis dato bei optischen Medien nicht möglich waren. Formate wie UDO, PDD oder MO-Disc sollen mehrere Jahrzehnte überdauern können, ohne dass die gespeicherten Daten verloren gehen. Für das UDO-Format verspricht der Hersteller sogar mehr als 100 Jahre.

Auch die Roadmap bis hin zu 240 GByte großen UDO-Medien will ASTI offenbar weiterverfolgen. Entsprechende Hinweise sind auch weiterhin noch auf der Plasmon-Webseite zu entdecken. Mehr als 30 ehemalige Plasmon-Mitarbeiter sollen nun für ASTI an der Weiterentwicklung und Pflege der Produkte arbeiten.  (ase)


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