Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0908/68789.html    Veröffentlicht: 03.08.2009 18:00    Kurz-URL: https://glm.io/68789

Schweigevereinbarung für Besitzer eines verschmorten iPods

Apple bietet nach Explosion Wiedergutmachung

Nach der Explosion eines iPod touch wandten sich die Betroffenen an Apple, um ihren Kaufpreis zurückzubekommen. Das Unternehmen sagte eine Entschädigung zu, forderte aber eine Vertraulichkeitsvereinbarung von der Familie.

Apple hat einer Familie, deren iPod explodiert ist, eine Erstattung angeboten, falls die Betroffenen eine Schweigevereinbarung unterzeichnen. Der iPod touch sei nach einem Sturz auf den Boden regelrecht explodiert, berichtet die britische Times, die auch ein Foto des völlig verschmorten Geräts veröffentlicht hat.

Ken Stanborough aus Liverpool hatte laut seiner eigenen Schilderung den iPod touch seiner elfjährigen Tochter Ellie fallen lassen. "Es gibt ein zischendes Geräusch", sagte er. "Ich konnte spüren, wie es immer wärmer wurde in meiner Hand, und ich glaube, ich konnte Dampf sehen". Er warf das Gerät aus der Hintertür des Hauses, wo es "innerhalb von 30 Sekunden einen Knall gab, eine große Rauchwolke, und das Gerät flog in die Luft", behauptet Stanborough.

Der Vater kontaktierte Apple und die Handelsgruppe Argos, wo er den iPod für 162 Pfund gekauft hatte. Apple sagte in einem Schreiben eine Kostenerstattung zu, falls Stanborough "sich damit einverstanden erklärt, dass die Bedingungen und die Existenz der Vereinbarung vertraulich" behandelt werden, heißt es im Bericht der Times. Bei Zuwiderhandlungen drohte Apple mit einer "gerichtlichen Anordnung, Schadensersatzforderungen plus Gerichtskosten" gegen die Familie.

Die Stanboroughs weigerten sich dies zu unterzeichnen und gingen an die Öffentlichkeit.  (asa)


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