Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0907/68416.html    Veröffentlicht: 16.07.2009 15:35    Kurz-URL: https://glm.io/68416

Uzbl - Browser im Unix-Stil

Browser zeigt Webseiten, nichts weiter

Ein Browser nach Unix-Philosophie, das ist die Idee hinter Uzbl. Der Browser ist entsprechend minimal gehalten und beschränkt sich auf das Darstellen von Webseiten. Alles andere, und das beinhaltet auch die Eingabe einer URL, wird über externe Scripte abgewickelt.

Uzbl wird unter Maßgabe der Unix-Philosophie entwickelt: "Schreibe Computerprogramme so, dass sie nur eine Aufgabe erledigen und diese gut machen. Schreibe Programme so, dass sie zusammenarbeiten. Schreibe Programme so, dass sie Textdateien verarbeiten, denn dies ist eine universelle Schnittstelle."

So kommt der Browser mit einem minimalen grafischen Interface daher. Das Wechseln der dargestellten URL, das Laden und Speichern von Bookmarks, das Speichern der History oder Downloads muss über externe Scripte abgewickelt werden. Die zu schreiben überlassen die Entwickler jedem einzelnen Nutzer.

Kontrollierbar ist der Browser über Dinge wie Fifo, Socket-Dateien, die Standardeingabe (stdin) oder Tastatur. Die Tastaturbelegung kann vielfältig angepasst werden, beispielsweise um vim oder Emacs zu entsprechen. Daten und Konfigurationsdateien werden in Textdateien gespeichert. Dabei wird zwischen den Modi Kommando und Einfügen unterschieden. Zum Ausfüllen von Formularen ist beispielsweise der Einfügen-Modus notwendig.

Uzbl liegt derzeit in Form einer ersten Alphaversion vor. Sie bringt unter anderem ein JavaScript-Objekt mit, um Kommandos auszuführen, und unterstützt bidirektionale Sockets. Technisch basiert Uzbl auf WebKit, genau genommen auf WebKitGTK+.

Uzbl steht unter uzbl.org im Quelltext und in Form von Paketen für Arch Linux zum Download bereit.  (ji)


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