Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0907/68343.html    Veröffentlicht: 14.07.2009 09:48    Kurz-URL: https://glm.io/68343

Mehr Onlinewerbung trotz Krise

9,5 Prozent Plus im ersten Halbjahr 2009, aber 6 Prozent Minus im Juni

Die Onlinewerbung konnte im ersten Halbjahr 2009 zulegen, melden die Marktforscher von Nielsen Media Research. Sie verzeichnen einen Anstieg des Bruttowerbedrucks um 9,5 Prozent.

Nielsen weist für den Bereich Onlinewerbung im ersten Halbjahr 2009 einen Zuwachs von 9,5 Prozent aus, das heißt, die Bruttowerbeeinnahmen des Mediums stiegen um 63 Millionen Euro auf 734 Millionen Euro.

Die Bruttowerbeeinnahmen im Bereich online stiegen zwar um 9,5 Prozent, das Wachstum fällt damit aber geringer aus als bisher. Während die ersten fünf Monate des Jahres noch mit einem Plus abschlossen, ging das Investitionsvolumen im Juni 2009 erstmals zurück, um 6,0 Prozent. Nielsen sieht darin ein Indiz, dass die Wirtschaftskrise auch am jungen Medium Internet nicht vorbeigeht.

Allerdings ist zu beachten: Nielsen misst die Bruttozahlen, von denen in aller Regel deutliche Rabatte abgezogen werden. Ihre Aussagekraft ist daher nicht allzu hoch.

Das meiste Geld gaben mit 111 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2009 Onlinedienstleister für Onlinewerbung aus. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Minus von 23 Millionen Euro beziehungsweise minus 17,3 Prozent. Die E-Commerce-Branche gab mit 80 Millionen Euro hingegen 138 Prozent mehr aus als im Vorjahr. Auf Platz drei in dieser Liste liegt die Unternehmenswerbung, die um 17 Millionen Euro auf 41 Millionen Euro reduzierte.

Die Top-Werbungtreibenden im Internet sind von Januar bis Juni 2009 die Unternehmen Esprit mit insgesamt 45 Millionen Euro, gefolgt von T-Home mit 24 Millionen Euro sowie Google mit 16 Millionen Euro.  (ji)


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