Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0907/68206.html    Veröffentlicht: 07.07.2009 12:01    Kurz-URL: https://glm.io/68206

Bioware-Chef will Spiele ohne Kämpfe

Rollenspielspezialisten von Bioware über Gewalt in Spielen

Wie wichtig sind Gewalt und Kämpfe für Computerspiele? Geht es auch ohne? Diese Frage beschäftigt nicht nur Politiker und Jugendschützer, sondern offenbar auch Designer. Jetzt haben sich die Chefs von Bioware zu dem Thema geäußert.

Greg Zeschuk, Bioware
Greg Zeschuk, Bioware
"Wir beschäftigen uns intern oft mit der Frage, ob Kämpfe ein Teil der Spielerfahrung sein müssen", sagte Bioware-Mitgründer und -Chef Greg Zeschuk im Interview mit Gamesindustry.biz. "Das Kernpublikum der Spiele - Leute, die seit über zehn Jahren spielen - will diese Schlachtmomente, und Kämpfe". Mittlerweile gebe es aber auch andere Zielgruppen, die beispielsweise nur an der Handlung an sich interessiert wären und für die Gewalt kein Kaufargument mehr wäre.

Sein Kollege Ray Muzyka sah das im gleichen Gespräch ähnlich. Grund sei, dass Spiele inzwischen ein Publikum erreichen würden, das zusätzlich zu den "early adopters" auch den Mainstream erreicht habe, der die interaktive Unterhaltung einfach als ihre Hauptform der Unterhaltung betrachte.

Das zu Electronic Arts gehörende Unternehmen Bioware arbeitet derzeit an mehreren Rollenspielen, darunter dem klar auf Hardcorefans zugeschnittenen Dragons Age: Origins und dem auch für ein breiteres Publikum geeigneten Mass Effect 2.  (ps)


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