Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0907/68183.html    Veröffentlicht: 07.07.2009 12:18    Kurz-URL: https://glm.io/68183

Test: Kleines Macbook Pro mit Firewire bootet von SD-Karte

Fest verbauter, langhaltender Akku

Mit dem neuen 13-Zoll-Macbook-Pro erfüllt Apple einige lang ersehnte Wünsche von Anwendern. Ein neuer SD-Kartenschacht ist vor allem für Fotografen interessant, aber Admins dürften sich ebenfalls darüber freuen. Dank Firewire-Anschluss ist das Macbook Pro ein guter Kandidat, um das weiße Macbook in Rente zu schicken.

Für den Test standen Golem.de zwei Modelle des Macbook Pro mit 13-Zoll-Display (1.280 x 800 Pixel) zur Verfügung, die beide, wie ihre direkten Vorgänger, das sogenannte Unibody-Gehäuse aus Aluminium nutzen. Sie sind dadurch extrem robust, bleiben mit 2 Kilo recht leicht und das Anheben des Notebooks im Laufwerksbereich stellt kaum ein Problem dar. Das weiße Macbook greift der Anwender lieber nicht in der Nähe des Laufwerksschachtes, Schleifgeräusche des Laufwerks sind sonst garantiert.

Die Tastaturbeleuchtung ist beim Macbook Pro jetzt Standard, sie ist nun kein Unterscheidungsmerkmal mehr zwischen den einzelnen Modellen. Die beiden Macbook-Pro-Modelle unterscheiden sich nur in drei Punkten voneinander. Die Festplatte ist beim kleinen Modell nur 160 GByte groß und beim großen Modell 250 GByte, der Core-2-Duo-Prozessor taktet mit 2,26 beziehungsweise 2,53 GHz (je 3 MByte L2 Cache, FSB1066) und die Arbeitsspeicherausstattung liegt bei 2 beziehungsweise 4 GByte DDR3-RAM.

Letzteres macht sich am ehesten bemerkbar. Wer iPhoto und iTunes offen hat, mit Safari eine Weile und vor allem mit vielen Tabs surft und dann vielleicht noch einen Text schreibt, merkt beim Macbook Pro mit 2 GByte RAM schnell das Auslagern von Daten auf die Festplatte. In allen anderen Bereichen unterscheiden sich die beiden Macbook Pros beim normalen Arbeiten nicht spürbar.

In Benchmarks sieht das Ganze anders aus. Bei Cinebench R10 unterlag die 2,26-GHz-CPU dem Modell mit 2,53 GHz um etwas mehr als zehn Prozent mit 4.771 zu 5.390 Punkten. Dazwischen ist übrigens das Macbook mit weißem Plastikgehäuse angesiedelt. Es erreicht mit seinem 2,4 GHz schnellen Core 2 Duo 5.190 Punkte. Im CPU-Bereich wäre ein Tausch des weißen Macbooks mit Firewire zum neuen Alu-Macbook-Pro mit Firewire ein leichter Rückschritt. Das weiße Macbook mit 2,4 GHz kostete damals etwa so viel wie heute das kleinste Macbook Pro.

Im 3D-Bereich sind die Unterschiede deutlicher. Das alte Macbook erreichte mit dem GMA-X3100-Grafikkern von Intel nur 2.000 Punkte im OpenGL-Test des Cinebench R10. Die Macbook Pros mit Geforce-9400M-Chipsatz erreichen 4327 und 4591 Punkte. In Spielen sind ähnliche Unterschiede bemerkbar. Dank des Geforce 9400M ist Eve Online auf den Macbook Pros spielbar, während es auf alten Macbooks mit Intel-Chipsatz nicht besonders flüssig spielbar ist.

Ein weiterer Unterschied zum weißen Macbook mit Intel-Chipsatz ist die spürbare Entlastung der CPU-Kerne beim Decodieren von MPEG-4-Videos. Dieser Vorteil, der insbesondere bei Material mit hoher Auflösung wirkt, zeigte sich schon beim Test des Macbook Pro der ersten Unibody-Generation und beim Test des Mac mini mit Nvidia-Chipsatz.

Auffälligkeiten

Im Alltag gab es Auffälligkeiten beim WLAN-Betrieb. Vor allem gegenüber dem Plastik-Macbook zeigte sich eine verringerte Reichweite. Als Gegenstelle diente eine Time Capsule von Apple im 5-GHz-Betrieb (802.11a+n, keine Konkurrenz-WLANs in Reichweite). Während das weiße Macbook (802.11n) und ein HP Compaq 2710p (802.11a) auf 18 Metern noch anstandslos funktionierten, musste der Macbook-Pro-Nutzer (802.11n) gute fünf Meter zurückgehen, damit die Verbindung wieder stabil war. In einigen Bürosituationen muss der Administrator beim Einsatz des Macbook Pro wohl über eine Access-Point-Konfiguration nachdenken, die ein Wireless Distribution System (WDS) erlaubt, oder einfach einen weiteren unabhängigen Access Point ins Netz stellen.

Außerdem war der Festplattenschutz sehr empfindlich. Er springt gut hörbar ein, wenn es zu harte Stöße gibt. Der Festplattenschutz kann auch ein Nachteil sein, denn beim Zuklappen nutzt MacOS X schon mehrere Jahre lang einen Hybrid-Schlafmodus, der die Daten nicht nur im RAM vorhält, sondern auch auf die Festplatte schreibt. Und das braucht seine Zeit. Wenn die Festplatteköpfe bereits durch das Zuklappen geparkt werden, das Notebook dann in den Rucksack gesteckt und herumgetragen wird, kann das zu hohen Temperaturen im Rucksack führen, was letztlich auch dem Gerät schaden kann.

Und ewig läuft das Macbook

Die Laufzeiten der neuen Macbook Pros waren hoch. Stolze 3 Stunden und 25 Minuten reichten, um den ersten Futurama-Film "Bender's Big Score" fast dreimal ansehen zu können. Bei voller Helligkeit und aktiviertem WLAN wohlgemerkt. Wer abends eine DVD ansieht, bekommt noch mehr aus dem 58-Wh-Akku heraus. Es reicht dann auch für besonders lange Filme der "Herr der Ringe"-Trilogie oder - mit reduzierter Helligkeit - für "Der mit dem Wolf tanzt".

Ebenfalls gut ist die Laufzeit bei schwacher Last. Die Helligkeit war beim Test auf die Hälfte eingestellt und WLAN aktiv. Acht Stunden und 27 Minuten hielt das Notebook durch. Die Akkulaufzeit ist damit so hoch, dass der Anwender das Notebook auch einfach anlassen kann, damit Dienste wie etwa ein Instant Messenger weiterlaufen können. Wer während einer Ruhezeit den Bildschirm automatisch abschalten lässt oder selbst abschaltet, kann sogar noch längere Laufzeiten erreichen oder kurzzeitiges Lastverhalten ausgleichen.

Beim Lasttest bricht die Laufzeit erwartungsgemäß stark ein. Wer es schafft, die Grafik und beide Rechenkerne auszulasten, kann mit einer minimalen Laufzeit von etwa 105 Minuten rechnen. Auch hier war WLAN aktiv und die Helligkeit wurde auf Maximum gestellt. Für diesen Test lief im Hintergrund Eve Online, der Cinebench R10 renderte Bilder und eine größere Galerie wurde in einen Quicktime-Film exportiert. Der Lüfter des Rechners erreichte laut iStat Pro mehr als 6.000 U/min - allerdings erst nach einiger Zeit. Bei kürzeren, aber intensiveren Lasten bleibt der Rechner angenehm leise. Die Raumtemperatur lag bei dem Test bei etwa 24 °C.

Keine Ersatzakkus mehr

Die hohe Laufzeit wirkt sich positiv auf die Gesamtzyklen und damit indirekt auch auf die Lebensdauer des Akkus aus. Wer sparsam mit seinem Macbook Pro arbeitet, schafft mit einer Akkuladung zwei Arbeitstage. Pro Stunde Stand-by verliert das Macbook Pro etwa ein halbes Prozent der Akkulaufzeit und ist damit gleichauf mit einem weißen Macbook mit Intel-Chipsatz.

Der Akku des Macbook lädt schnell. Bis etwa 80 Prozent ist der Akku innerhalb von 90 Minuten geladen. Die restlichen 20 Prozent brauchen nochmals fast eine Stunde Netzanschluss. Insbesondere die letzten 10 Prozent sind dann quälend langsam. Sollte der Anwender schnell unterwegs arbeiten müssen, lohnt es sich in der Regel nicht, auf das letzte Quäntchen Ladung zu warten.

Dass der Akku nicht mehr austauschbar ist, dürfte einige Nutzer verärgern. Tauschen lässt sich der Akku aber durchaus, nur ist das nicht mehr von der Garantie abgedeckt. Die dafür nötigen Schrauben lassen sich leicht entfernen. Beim Abnehmen des unteren Deckels sollte der Anwender aber darauf achten, nicht abzurutschen und damit Kratzer im Gehäuse zu hinterlassen sowie die Schrauben in leicht angewinkelter Position zu entfernen, da sie schräg im Gehäuse eingelassen sind.

Preislich wirkt sich der feste Akku nicht aus. Beim weißen Macbook kostet der Akku offiziell 139 Euro. Denselben Preis verlangt Apple beim Macbook Pro, dieser enthält zudem den Austauschservice. Wenn der Anwender sich beim Händler anmeldet, soll der Austausch noch am selben Tag möglich sein. An der Festplatte macht sich der Händler dann nicht zu schaffen, ein Backup sollte laut Apple dennoch vorhanden sein. Da der Akku Apple zufolge rund 1.000 Zyklen oder fünf Jahre durchhalten soll, dürfte das nur selten notwendig sein.

Vom Umweltaspekt her ist das sehr positiv zu bewerten. Alte Akkusysteme würden in demselben Zeitraum zwei bis drei Akkus verbrauchen. Allerdings muss Apple noch beweisen, dass die Akkus tatsächlich fünf Jahre oder 1.000 Zyklen lang halten. In der Redaktion von Golem.de sind vor allem Macbook-Pro-Batterien immer wieder viel zu früh ausgefallen. Eine Garantie gibt der Hersteller für die 1.000 Zyklen nicht. Die Akkugarantie gilt nur ein Jahr, da es sich um ein Verschleißteil handelt.

Alles in allem hat Apple beim Thema Akku saubere Arbeit geleistet. Die Laufzeit ist beim normalen Arbeiten gut und selbst unter Last noch angenehm lang. Außerdem lädt das Macbook schnell genug auf, wenn es der Anwender eilig hat und auf die letzten Prozentpunkte der Ladung verzichten kann.

Ein blendendes Display

Das Display ist eine zweischneidige Sache. Design und Farben gefallen. Gegenüber dem ersten Alu-Macbook-Display sind die Farben etwas kräftiger. Auffallend ist das bessere Display vor allem bei Fotos mit weißem Hintergrund. Fehler beim Weißabgleich sieht der Anwender auf dem neuen Macbook Pro sehr viel deutlicher als auf dem alten 13-Zoll-Alu-Macbook.

Im direkten Vergleich mit einem Desktopmonitor (Eizo S1721) oder etwa Sonys AW-Notebook mit RGB-Backlight sehen die Farben auf dem Macbook Pro aber dennoch etwas schlechter aus.

Richtig unangenehm ist in vielen Situationen aber wie gehabt das rekordverdächtige Spiegeldisplay. Apple verbaut über dem ohnehin spiegelnden Display einen noch viel besseren Reflektor, eine Glasscheibe. Durch sie ist das Display stabiler, ein Durchdrücken mit dem Finger wird erschwert und die Oberfläche lässt sich leichter reinigen. Allerdings nervt schon bei normalem Tageslicht die Spiegelung des Hintergrunds des Anwenders. In ungünstigen Fällen sieht der Nutzer sogar zwei Spiegelungen des Hintergrunds: eine vom Display und eine von der Glasscheibe. Die Reflexionen sind so stark, dass sie sogar Anwendern auffallen, die vom Spiegel-Macbook auf das neue Macbook Pro wechseln.

Andere Glossy-Bildschirme wie etwa die von Sony in der Z-Serie sind hier deutlich angenehmer.

Notsystem auf einer 8-GByte-SDHC-Karte

Mit dem neuen SD-Card-Slot erlangen die Macbook Pros die Fähigkeit, auch von der SD-Karte zu booten. Die Idee ist gut. Das Notfallsystem hat der Anwender dann immer auf der SD-Karte dabei. Schwierigkeiten gab es mit dem Kartenleser in Benchmarks nicht. Der SD-Kartenleser konnte auf eine Sandisk Extreme III mit 8 GByte Speicher Daten mit fast 15 MByte/s schreiben und diese mit 20 MByte/s auslesen. Ob der Datenträger mit FAT32 oder HFS+ formatiert ist, spielte dabei kaum eine Rolle. Wer eine SD-Karte als Notsystem nutzen möchte, muss aber HFS+ benutzen.

Die Installation von MacOS X auf der SD-Karte ist einfach. DVD einschieben, von ihr booten und die SD-Karte als Zielmedium auswählen. Der Anwender muss nur darauf achten, dass die SD-Karte eine GUID-Partitionstabelle nutzt. Außerdem braucht es eine SDHC-Karte mit mindestens 8 GByte Speicher. Darauf installiert sich ein Notsystem ohne Druckertreiber und mit weniger Sprachen, die der Anwender abwählen kann. Nach rund 1,5 Stunden war der Vorgang abgeschlossen.

Wir haben für den Test des Notsystems die bereits genannte Sandisk-Karte Extreme III verwendet. Das Booten lief damit überraschend schnell. Es braucht etwa eine Minute, bis das Dock sichtbar ist, nach etwas weniger als zwei Minuten ist der Rechner einsatzbereit. Die interne Festplatte wird wie eine externe Festplatte gemountet, so dass der Anwender kurz nach dem Start Zugriff auf diese hat.

Der Platz wird allerdings schon bei wenig Benutzung auf der SD-Karte knapp. Direkt nach der Installation verbleiben nur 500 MByte freier Speicher auf dem Flash-Speicher. Das ist schnell mit System- oder Browser-Caches gefüllt. Auch eine Aktualisierung des Systems wird damit schwer. Obwohl die beiliegende MacOS-DVD recht aktuell ist - Version 10.5.7 liegt als ein spezieller Build vor -, gibt es schon einige Updates, die bei der Installation mindestens 2,2 GByte freien Speicher fordern.

Die Arbeitsgeschwindigkeit war annehmbar, auch wenn das Starten von Anwendungen, verglichen mit der internen Festplatte, spürbar langsamer verlief. Insgesamt merkt der Anwender nicht unbedingt, wenn er sein Macbook von einer SD-Karte gestartet hat. Selbst der Stand-by-Modus funktionierte zuverlässig. Mit aktiviertem Schreibschutz wollte das Macbook Pro übrigens nicht von der SD-Karte booten. Es ist also durchaus möglich, dass das eigene Rettungssystem durch Fehlkonfigurationen Schaden nimmt.

Vorsicht ist geboten, wenn sich der Anwender mit dem Notsystem durch die Gegend bewegt. SD-Karten stehen beim Macbook Pro etwa 11 mm über, so dass sie vor dem Transport des Notebooks lieber herausgenommen werden sollten. Sollte ein Notsystem auf der Karte aktiv sein, empfiehlt es sich natürlich, dieses herunterzufahren. Ein herausgezogenes System nimmt das Macbook Pro, wie es nicht anders zu erwarten, ziemlich übel und verabschiedet sich nach einiger Zeit. Ein nachträgliches Wiedereinsetzen der Karte half nicht.

MacOS X ist eigentlich robust beim Wechsel der Hardware, was unter anderem am Target-Disk-Mode erkennbar ist, wenn eine Fremdfestplatte das System bootet. Ein SD-Card-Notsystem sollte also auch auf anderen Intel-Macs funktionieren, wenn diese von USB oder einem SD-Kartenschacht starten können.

Eine vorläufige Liste der Macs, die von der SD-Karte mit einem Kartenleser starten können und welche es nicht können, hat die Macworld zusammengestellt. Allerdings muss bei der Erstellung eine Retail-Version von MacOS X genommen werden. Insgesamt ist das SD-Kartennotsystem eine sinnvolle Ergänzung, die in alle Macs gehört. Apple könnte das System sogar ausbauen und selbst eine spezielle Notsystemversion von MacOS produzieren. Im Notfall wäre es für den Anwender eine enorme Erleichterung, wenn so ein System immer einsatzbereit zur Hand wäre.

Die Rückkehr von Firewire und Anschlussenge

Für viele war das weiße 13-Zoll-Macbook der letzte einigermaßen portable Mac, dessen Anschaffung sich lohnte, denn mit der Aluversion des 13-Zöllers hat Apple viele Anwender vergrätzt. Der Grund: Apple strich den sechspoligen Firewire-Anschluss alias IEEE1394, mit dem sich auch stromhungrigere Peripherie einfach verwenden ließ. Das sorgte für Protest.

Das neue 13-Zoll-Macbook hat wieder einen Firewire-Anschluss, obwohl Apple noch einen SD-Kartenschacht verbaut hat. Diesmal als Firewire-800-Variante, die bisher den alten Macbook Pros mit 15 oder 17 Zoll vorbehalten war. Da Firewire wieder vorhanden ist, funktioniert auch der vermisste Target-Disk-Mode wieder. Es ist also möglich, die Festplatte des Macbook Pro ohne Ausbauen an einem anderen Mac einzubinden (mounten) oder den anderen Mac mit Hilfe des Systems des Macbook Pro zu booten. Das geht natürlich auch in die andere Richtung.

Auf der linken Seite des Notebooks ist es sehr eng. Ein etwas breiterer USB-Stick, zum Beispiel für UMTS, kann beide Nachbaranschlüsse blockieren. Das heißt, der andere USB-Anschluss wird auf jeden Fall verdeckt und der Anwender kann sich entscheiden, ob er lieber den SD-Karten-Slot oder den Mini-DisplayPort-Anschluss zusätzlich blockiert.

Ein Blick ins Gehäuseinnere zeigt, dass das Mainboard schlicht zu klein ist, um die Anschlüsse mit mehr Abstand zu verteilen. Das ist wohl auch der Grund für den eingesparten zweiten Audioanschluss. Der verbliebene Anschluss ist jetzt ein kombinierter Audio-Ein- und -Ausgang, der etwa vom iPhone-Headset genutzt werden kann. Normale Kopfhörer funktionieren natürlich auch. Den Kensington-Anschluss platziert Apple jetzt ungünstig auf der rechten Seite neben dem Slot-In-Laufwerk. Wer die Diebstahlsicherung nutzen möchte, blockiert unter Umständen das Laufwerk, wenn das Schloss zu groß ist. Die Nutzung von Kensington-Schlössern hinterlässt zudem kleine Spuren.

Was fehlt

Die Ausstattung des Macbook Pros ist gut. Was dem Gerät aber noch fehlt, ist eine WWAN-Option (UMTS), die bei den meisten Businessnotebooks selbstverständlich wird und sich zunehmend sogar in Netbooks findet. Auf einen Express-Card-Slot hat Apple sowohl beim 13-Zoll- als auch beim 15-Zoll-Macbook-Pro verzichtet, von den neuen Macbook Pros bietet nur das 17er einen. Die einzigen Möglichkeiten, die damit noch bestehen, sind der Anschluss eines USB-Modems oder die Verbindung mit einem Bluetooth-Handy. Im Falle des iPhones geht das mit dem Internet-Tethering sehr einfach. Allerdings will T-Mobile da nicht mitspielen. Selbst Nutzer eines Complete-Vertrags der ersten Generation, die ihr Datenvolumen auch auf Notebooks nutzen dürfen, schließt T-Mobile mit Hilfe von Apple konsequent aus. SDIO-Karten, also SD-Karten mit Zusatzfunktionen, funktionieren laut Apple als Erweiterungsmöglichkeit nicht.

Mangels Express-Card bleiben dem 13-Zoll-MacBook-Pro beispielsweise auch Glasfaser-Netzwerkkarten oder Express-Card-SSDs vorenthalten. Ein internes Blu-ray-Laufwerk würde dem Notebook zudem zumindest als Option gut stehen. Allerdings ist Apple offenbar noch nicht so weit - oder die Firma möchte sich das Geschäft mit iTunes HD nicht verderben. Aber auch die Entwickler von Blu-ray-Abspielsoftware scheuen sich bisher davor, Macs zu unterstützen.

Die Macbook Pros sind bereits im Handel erhältlich. Dort findet sich das günstigste Modell ab etwa 1.100 Euro.

Fazit

Das neue 13-Zoll-Macbook hat den Namenszusatz Pro verdient. Das Display ist besser geworden, der Rechner hat dieselben Schnittstellen wie die anderen Pro-Modelle und die Tastaturbeleuchtung ist Standard. Interessant wird das Macbook Pro damit vor allem für Besitzer eines älteren Plastik-Macbooks, die auf Firewire nicht verzichten wollen. Sie bekommen nicht nur eine bessere Ausstattung mit verbesserter Grafikleistung, sondern auch ein deutlich leichteres Notebook. Die Kompromisse, die Apple eingeht, um die Anschlüsse unterzubringen, sind hinnehmbar.

Dass der Akku nicht mehr vom Anwender ausgetauscht werden darf, dürfte einige verärgern, die bisher mit einem Zweitakku unterwegs waren, um so einen vollen Arbeitstag ohne Stromanschluss zu überstehen. Für die meisten Fälle dürfte aber die lange Laufzeit eine gute Entschädigung sein. Wer einen kleinen, leichten und portablen Mac mit guter Ausstattung braucht, wird am ehesten zum 13-Zoll-Modell greifen. Wer etwas Geld sparen will, sich das Basteln zutraut und kein Interesse an der schnellen CPU hat, die sich in der Praxis ohnehin nur selten auswirkt, greift am besten zum kleinsten Modell und rüstet RAM und Festplatte selbst auf.  (ase)


Verwandte Artikel:
Homepod im Test: Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan   
(19.02.2018, https://glm.io/132761 )
Test: MacBook Pro - High-End-Notebook mit Spiegeldisplay   
(24.10.2008, https://glm.io/63148 )
Apple: 30-Tage-Standby beim Macbook angezweifelt   
(15.01.2018, https://glm.io/132167 )
iPhone: Dialog entwickelt weiter Power-Chips für Apple   
(05.03.2018, https://glm.io/133136 )
Apples iPhone 8 und iPhone X: Kameralicht versagt bei kalten Temperaturen   
(02.03.2018, https://glm.io/133108 )

Links zum Artikel:
Apple: http://www.apple.com/de

© 1997–2019 Golem.de, https://www.golem.de/