Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0907/68140.html    Veröffentlicht: 03.07.2009 07:17    Kurz-URL: https://glm.io/68140

Fotos mit geringen Qualitätseinbußen stark vergrößern

PhotoZoom Pro 3 unterstützt Mehrprozessorsysteme und ahmt das Filmkorn nach

Benvista hat mit PhotoZoom Pro 3 eine neue Version seiner Bildvergrößerungssoftware vorgestellt. Damit können selbst kleinste Bildausschnitte durch geschickte Interpolation ohne Verpixelungen stark vergrößert werden.

Keine Software kann aus dem Ursprungsfoto mehr Informationen herausholen als vorhanden sind, aber mit einigen optischen Tricks wie Antialiasing kann das Auge dennoch getäuscht werden. Im Vergleich zu Photoshop verwendet PhotoZoom 3 keine bikubische Vergrößerung. Der Nachteil der Photoshop-Methoden: Die Bilder sehen schnell unscharf aus und kontrastreiche Ränder stark verwaschen.

PhotoZoom Pro 3 rechnet das Bildmaterial zwar auch hoch, doch die Konturen sehen schärfer aus. Die neue Version kann als separates Programm oder als Plug-In für Photoshop (ab Version 7) genutzt werden. Im Photoshop lässt sich PhotoZoom 3 nun auch automatisiert auf große Bilderstapel einsetzen und durch Aktionen ansprechen.

Außerdem kann das Plug-In nun einzelne Photoshop-Ebenen bearbeiten und macht auch vor HDR-Bildern mit 32 Bit pro Farbkanal nicht mehr halt.

In der neuen Version werden auch Mehrprozessorsysteme unterstützt, um die Bearbeitung zu beschleunigen. Das Programm simuliert das Filmkorn, das sich bei traditioneller Fotografie ebenfalls zeigt, um einen realistischen Effekt zu erzielen.

Rohdaten aus Digitalkameras werden nicht geöffnet

Die Einzelapplikation öffnet Bilder in den Formaten TIF, PNG, JPEG, BMP, TGA und GIF. Da zwangsläufig auch Kompressionsartefakte mit vergrößert werden, ist es ratsam, wenn möglich auf unkomprimierte Bilder zurückzugreifen. Leider kann die Standalone-Version des Programms keine Rohdatenformate öffnen.

Die Vergrößerung erfolgt wahlweise durch die Änderung der Pixelzahl, eines Prozentwertes oder der Druckausgabegröße. Einige voreingestellte Maße zum Beispiel für die Anpassung an Fernseher, Papiergrößen und typische Rechnerauflösungen stehen dem Nutzer direkt zur Verfügung. Darüber hinaus können weitere Formate angelegt werden.

Das Programm bietet unterschiedliche Methoden zur Vergrößerung an, aber kaum ein Nutzer wird von der hochwertigsten Methode "S-Spline Max" abrücken wollen.

Im Kurztest von Golem.de konnte PhotoZoom Pro 3 überzeugen. Der Haupteinsatzzweck von PhotoZoom Pro 3 liegt bei Vergrößerungen für den Druck. Besonders stark vergrößerte Bereiche sehen am Bildschirm zwar schon fast wie ein stilisierendes Gemälde aus. Beim Großdruck ist der Betrachtungsabstand jedoch meist so groß, das dies nicht mehr auffällt. Leichte Vergrößerungen bis rund 400 Prozent sind aber auch für die Bildschirmpräsentation sehr gut geeignet.

PhotoZoom Pro 3 von Benvista ist für Windows (ab 2000) und MacOS X erhältlich. Die Vollversion kostet 169 Euro. Darüber hinaus wird eine kostenlose Testversion angeboten.  (ad)


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Benvista (.com): http://www.Benvista.com/

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