Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0003/6776.html    Veröffentlicht: 13.03.2000 15:47    Kurz-URL: https://glm.io/6776

Spieletest: Superbike 2000 - Realistische Motorradsimulation

Nachfolger des letztjährigen Superbike World Championship

Electronic Arts ist nicht nur für hochwertige Sportspiele bekannt, sondern auch dafür, dass einmal jährlich die gesamte Programmpalette technisch und spielerisch weiterentwickelt wird. So handelt es sich auch bei Superbike 2000 um den Nachfolger des im letzten Jahr erschienenen, äußerst erfolgreichen SBK Superbike World Championship.

Superbike 2000 (EA)
Superbike 2000 (EA)
Die dem Programm zugrundeliegenden originalen Fahrer- und Saisondaten stammen dabei aus der Weltmeisterschaftsserie von 1999. Insgesamt kann man zwischen 13 Kursen, 20 Fahrern und Motorrädern von 6 Herstellern wählen, und von einem einfachen schnellen Rennen über eine gesamte Saison mit Qualifizierungs- und Trainingsläufen ist alles Denkbare möglich.

Screenshot #1
Screenshot #1
Die Steuerung entspricht fast vollkommen dem Vorgänger, aber warum hätte man an der hervorragenden Spielbarkeit auch etwas ändern sollen. Die wunderschöne Grafik wurde nochmals verbessert, das Motion-Capturing der Fahrer führt zu sehr realistischen Bewegungsabläufen, beispielsweise bei den optisch sehr spektakulären Stürzen und Stunts. Allerdings verlangt eine derartige Präsentation auch dementsprechende Hardware: Um in den vollen Genuss zu kommen, sollte man schon zumindest über einen Pentium II mit 3D-Karte verfügen. Zwar lassen sich der Detailgrad, die Schatten, die Texturenschärfe und vieles andere in mehreren Stufen einstellen, und auch ein Softwaremodus ist vorhanden, eine 3D-Karte also keine zwingende Voraussetzung - aber in diesen Fällen büßt das Spiel einiges von seiner Faszination ein.

Screenshot #2
Screenshot #2
Die Soundkulisse bleibt leider etwas hinter der Grafik zurück, denn die Kommentare von Fernsehmoderator Michael Rohrer sind spärlich, und die Motorengeräusche und Menümusik nur Durchschnitt. Dafür lassen die vielfältigen Einstellungs- und Tuningmöglichkeiten am Motorrad das Herz eines jeden Simulationsfreaks höher schlagen. Zudem gibt es Unmengen von Statistiken und Ranglisten, jedes einzelne Rennen kann also komplett analysiert werden. Die ebenfalls vorhandene Replayfunktion für das gesamte Rennen gehört dabei ja mittlerweile fast schon zum Standard.

Fazit:
Einmal mehr behauptet Electronic Arts seine Spitzenposition auf dem Sportspielsektor. Superbike 2000 stellt aufgrund der technischen und spielerischen Qualitäten mit Sicherheit die momentan beste erhältliche Motorradsimulation für den PC dar, und da aufgrund des variablen Schwierigkeitsgrades und der verschiedenen Spielmodi Einsteiger und Profis gleichermaßen angesprochen werden, ist auch eine hohe Langzeitmotivation gesichert.  (tw)


Verwandte Artikel:
Spieletest: Nascar Racing 3 - Rennsimulation   
(30.12.1999, https://glm.io/5669 )
Spieletest: Driver - Verfolgungsjagden in der City   
(12.11.1999, https://glm.io/5148 )

Links zum Artikel:
Electronic Arts: http://www.electronicarts.de/
Electronic Arts (.com): http://www.ea.com/

© 1997–2018 Golem.de, https://www.golem.de/