Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0905/67191.html    Veröffentlicht: 18.05.2009 14:09    Kurz-URL: https://glm.io/67191

Sony mit drei neuen Spiegelreflexkameras für Einsteiger

CompactFlash wird SD-Karten geopfert

Sony erneuert seine Spiegelreflexkameras (DSLRs) für Einsteiger mit den Modellen a230, a330 und a380. Sie unterscheiden sich gegenüber ihren Vorgängerinnen vor allem durch ein überarbeitetes Gehäuse. Sony verbannt außerdem CompactFlash-Karten aus dem Gehäuse und setzt auf die kleineren SD-Karten und Memorysticks.

Die Auflösungen der drei Kameras haben sich gegenüber den bisherigen Alphas 200, 300 und 350 nicht geändert: Die a230 und die a330 erreichen weiterhin 10 Megapixel Auflösung, die a380 14,2 Megapixel. Alle Kameras verwenden einen APS-C-Sensor, der 23,5 x 15,8 mm groß ist.

Mit den neuen Geräten wendet sich Sony an Einsteiger. Sechs Motivprogramme und eine Bildschirmanleitung sollen dem Fotografen helfen, die Einstellungen der Kamera zu verstehen und richtig einzusetzen. Sony geht dabei sogar auf das Zusammenspiel zwischen Verschlusszeit und Blende ein.

Der Bildsensor ist beweglich gelagert und gleicht Kamerabewegungen, die auf den Fotos als Verwackler zu sehen wären, durch Gegenbewegungen aus. Diese Methode wendet auch Pentax in seinen DSLRs an. Eine aufwendige und teure Mechanik in jedem einzelnen Objektiv ist deshalb überflüssig.

Die Kameras arbeiten in einem Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 3.200 und sollen jeweils eine Serienbildgeschwindigkeit von 2,5 Fotos pro Sekunde erreichen. Der Autofokus arbeitet mit neun Messfeldern, wobei das zentrale Feld als Kreuzsensor ausgeführt ist. Die Belichtungsmessung arbeitet mit 40 Feldern.

Bei der günstigsten der drei Kameras, der Alpha 230, muss der Fotograf einige Abstriche bei der Ausstattung hinnehmen. So fehlt der Kamera die Live-View-Funktion. Das Display ist 2,7 Zoll groß und erreicht eine Auflösung von 230.000 Bildpunkten. Ohne Objektiv kostet die Alpha 230 rund 550 Euro, im Set mit einem 18-55-mm-Objektiv wird sie für 600 Euro verkauft.

Besser ausgestattet sind die Sony Alpha 330 und die 380. Beide besitzen eine Live-View-Funktion zum Betrachten des Sucherbildes auf dem Display. Bei der A330 kann das 2,7 Zoll große Display nach unten geklappt, aber nicht gedreht werden. So sollen Aufnahmen über Kopf oder in Bodennähe einfacher werden. Sony nutzt einen zweiten Bildsensor für die Live-View-Funktion. Dadurch kann der normale Autofokus der Kamera weiter verwendet werden. Beim Vorgängermodell, bei dem diese Konstruktion bereits eingesetzt wurde, machte sich das durch schnelle Fokussierzeiten bemerkbar.

Der Unterschied zwischen der Alpha 330 und der 380 liegt bei der Auflösung des Sensors - bei der A330 sind es 10,2 Megapixel und bei der A380 14,2 Megapixel. Beim Preis liegen die Kameras recht weit auseinander. Die Sony DSLR-A330 kostet rund 600 Euro, bei der Sony DSLR-A380 sind es 750 Euro. Keine der drei nimmt Videos auf - eine HDMI-Schnittstelle zur Ausgabe der Fotos am Projektor oder Fernseher besitzen sie trotzdem.

Die Kameras sind 128 mm lang und 97 mm breit. Die A230 ist mit 67,5 mm das schmalste Modell, die A330 und die A380 sind aufgrund ihres Klappbildschirms mit je 71,4 mm Tiefe etwas dicker ausgefallen. Die Gewichte rangieren von 500 bis 540 Gramm.

Die neuen Sony-Alphas sollen ab Juni 2009 in den Handel kommen.  (ji)


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