Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0905/67053.html    Veröffentlicht: 12.05.2009 16:54    Kurz-URL: https://glm.io/67053

Intel gründet Visual Computing Institute in Saarbrücken

12 Millionen Dollar für Forschungseinrichtung an der Universität des Saarlandes

Intel eröffnet zusammen mit der Universität des Saarlandes das Intel Visual Computing Institute in Saarbrücken. Der Chiphersteller investiert dabei rund 12 Millionen US-Dollar in die neue Forschungseinrichtung mit Sitz auf dem Campus der Hochschule.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von zukünftigen Grafik- und Visual-Computing-Technologien. Die Investition erfolgt über einen Zeitraum von fünf Jahren und ist bislang Intels umfangreichste Kooperation mit einer Universität in Europa.

Mit Daniel Pohl beschäftigt Intel bereits einen Forscher zum Thema Raytracing, der seine Wurzeln an der Universität des Saarlandes hat. Pohl war einst an der Umsetzung von Quake 3 Arena mit Raytracing beteiligt. Bei Intel beschäftigt sich Pohl weiter mit dem Thema Raytracing.

Intel will diesen Weg offenbar weiter verfolgen. So soll das neue Forschungszentrum dazu beitragen, visuelle oder andere Informationen in Wissenschaft und Forschung, aber auch in der Unterhaltungsindustrie besser analysieren, verarbeiten, übertragen und darstellen zu können. Im Kern geht es um die Frage, wie eine Vielzahl von Rechenkernen auf einem Prozessor eine intuitivere Benutzerinteraktion sowie die Darstellung lebensechterer Grafiken unterstützen kann. Damit trägt das neue Lab auch zum Intel-Tera-Scale-Forschungsprogramm bei.

Die Wissenschaftler in Saarbrücken betreiben sowohl Grundlagenforschung als auch angewandte Forschung in den Bereichen realistische, interaktive Computergrafik und Natural User Interface (NUI). Bis zum Jahresende wird das Institut etwa ein Dutzend Wissenschaftler von Intel, der Universität des Saarlandes, des Max Planck Instituts für Informatik, des Max Planck Instituts für Softwaresysteme, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz sowie andere Forscher beschäftigen. Mit neuen Softwaredesigns und -architekturen, Visual-Computing-Algorithmen und Parallel-Computing-Lösungen ebnet das Intel Visual Computing Institut den Weg für optimierte Anwendungen. Zudem etabliert das Institut einen engen Austausch mit den Intel-Forschungszentren für Hardwaredesign in Barcelona und Braunschweig.  (ji)


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