Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0904/66469.html    Veröffentlicht: 15.04.2009 08:21    Kurz-URL: https://glm.io/66469

Intel: Der PC-Markt hat die "Talsohle durchschritten"

Prozessorhersteller verbreitet Optimismus

Intel hat im letzten Quartal zwar weiter Gewinn eingebüßt, glaubt aber, dass das Schlimmste vorbei ist. Das sagte ein Unternehmenssprecher.

Der Prozessorhersteller Intel sieht im ersten Quartal 2009 die Talsohle des PC-Marktes als durchschritten an. Der Gewinn des Unternehmens ging zwar um 55 Prozent zurück, lag damit jedoch über den Prognosen von Mitte Januar. "Das Quartal war besser als erwartet", sagte Stacy Smith, Intels Finanzchef. Für das laufende Quartal senkte Intel jedoch seine Umsatzprognosen.

Im vierten Quartal 2008 gaben der Gewinn um 90 Prozent und der Umsatz um 23 Prozent nach. Die Ergebnisse beinhalteten aber einen Nettoverlust aus Kapitalbeteiligungen in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar, hauptsächlich verursacht durch eine Abschreibung in Milliardenhöhe an der Beteiligung an Clearwire. Mehrere ältere Fabriken wurden geschlossen und 5.000 bis 6.000 Stellen abgebaut.

Im ersten Quartal 2009 lag der Gewinn nun bei 647 Millionen Dollar (12 Cent pro Aktie), nach 1,4 Milliarden Dollar (25 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz betrug 7,1 Milliarden Dollar, er lag damit um 26 Prozent unter dem Ergebnis des Vergleichszeitraums des Vorjahres mit 9,7 Milliarden Dollar. "Wir glauben, dass die PC-Verkäufe im ersten Quartal ihre Talsohle erreicht haben und erwarten eine Rückkehr zur normalen Saisonalität", sagte Konzernchef Paul Otellini.

Er betonte, dass sich die Nachfrage nach Endkundennotebooks positiv auf den "mengenmäßigen Absatz" ausgewirkt habe. "Der Netbook-Umsatz wird weiter wie erwartet wachsen und ist bedeutend für uns in einem schwierigen Markt", sagte er. Umsätze aus dem Verkauf von Atom-Prozessoren und Chipsätzen lagen bei 219 Millionen Dollar; dies entspricht einem Rückgang von 27 Prozent im Vergleich zum Vorquartal.

Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheit gab er keine Umsatzprognose ab. "Intels interne Planungen orientieren sich in etwa an einem dem ersten Quartal vergleichbaren Umsatz", hieß es weiter. Intel hatte zuvor einen höheren Umsatz prognostiziert.  (asa)


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