Original-URL des Artikels: https://www.golem.de/0904/66407.html    Veröffentlicht: 09.04.2009 11:22    Kurz-URL: https://glm.io/66407

Acer Aspire Revo: Erster Minirechner mit Nvidias Ion

Kleinstrechner mit Intels Atom-CPU und schneller Nvidia-Grafik

Acer hat mit dem AspireRevo den ersten Nettop angekündigt, der auf Nvidias Ion-Plattform basiert. Der Minirechner verspricht trotz Atom-CPU genug Leistung, um selbst Blu-ray-Filme abspielen zu können. Er soll dabei energieeffizient und leise arbeiten.

Acers Kleinstrechner Aspire Revo ist der erste Rechner, der auf der vielversprechenden Ion-Plattform von Nvidia basiert. Mit der Ion-Plattform will Nvidia es den Anwendern sogar ermöglichen, Blu-ray-Filme abzuspielen. Die Geforce 9400, die in dem Aspire Revo steckt, übernimmt einen Großteil der Last bei der Decodierung der Inhalte, die sonst vom Atom 230 (1,6 GHz) übernommen werden müsste. Intels Atom ist mit so einer Aufgabe allein jedoch überfordert.

In einer Vorführung Ende 2008 konnte Nvidia die Leistungsfähigkeit des Pakets aus Atom und Geforce 9400 bereits demonstrieren. Die CPU-Last blieb beim Abspielen einer Blu-ray sehr niedrig, da die Hauptarbeit der Chipsatz Geforce 9400 übernahm. Die Chipsatzkonkurrenz von Intel ist nicht schnell genug. Der kommende GN40-Chipsatz soll etwa schnell genug für 1080p-Videos sein, aber bei Blu-ray-Filmen nicht mehr mithalten können. Erste Geräte mit Intels GN40 wurden bereits von Gigabyte und Asus angekündigt.

Acer Aspire Revo
Acer Aspire Revo
Für Acers Aspire Revo braucht es dafür ein externes Laufwerk, da die kleine Box mit einem Volumen von nur einem Liter so klein ist, dass ein Laufwerk nicht mehr eingebaut werden konnte. Dafür sind um das Gehäuse herum ganze sechs USB-Anschlüsse verteilt. Damit die Filme auch adäquat ausgegeben werden können, hat Acers Aspire Revo neben einem VGA-Anschluss auch einen HDMI-Ausgang, der zudem 7.1-Audiosignale weitergibt. Über Adapter lassen sich so auch DVI-Monitore anschließen, dann aber ohne digitalen Ton, sofern nicht ein Zusatzgerät genutzt wird, das etwa HDMI in DVI-D und digitales Audio aufsplittet.

Für Acer ist der kleine Rechner aber auch so etwas wie eine Spielekonsole. Der Grafikkern des Geforce 9400 soll schnell genug für moderne Spiele sein. Nvidia demonstrierte das auf einem Vorseriengerät mit Call of Duty 4, das bei 1.280 x 1.024 Pixeln in mittleren Einstellungen mit 30 FPS lief. Acer und Nvidia versprechen beide einen fünf- bis zehnmal schnelleren Grafikkern verglichen mit traditionellen PCs mit integrierter Grafik. Da sich sowohl Nvidia als auch Acer derzeit mit technischen Daten zurückhalten und nur von der "Nvidia Ion GPU" sprechen, ist nicht ganz klar, welcher Chipsatz im Aspire Revo steckt. Es kann eine Geforce 9400 oder auch eine langsamere Geforce 9400M sein. CPU und GPU stehen bis zu 4 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Acer Aspire Revo
Acer Aspire Revo
Für den Anschluss weiterer schneller Datenspeicher hat Acer auch einen eSATA-Anschluss eingebaut, den die Ion-Plattform vorsieht. Damit kann der interne Speicher (SSD oder Festplatte) ausgebaut werden. Außerdem sind ein GbE-Netzwerkanschluss, ein Kartenleser und ein Mini-PCI-Express-Slot vorhanden. Für drahtlose Kommunikation hat der Aspire Revo eine WLAN-Karte, die nach 802.11b/g funkt. Ausgewählte Modelle können auch dem 802.11n-Draft entsprechend mit einem Access Point kommunizieren.

Einen Erscheinungstermin oder gar Preise kann Acer noch nicht nennen.  (ase)


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Links zum Artikel:
Acer: http://www.acer.de
Nvidia (.com): http://www.nvidia.com

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